Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1929.01.16

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

(Original. Ersetzt den maschinengeschriebenen, nicht originalen Brief #208 in SB 1929.01.29.)

Odense, 16. 1. 1929
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Friede.

Herzlichen Dank für den lieben Brief. Pauline und ich sind nun hier bei Schw. Homann, wo auch Rudolf Rasmussen ist. Wir hatten gestern ein gesegnetes Gespräch und werden es heute fortsetzen. Ein Frl. Gomà rief gerade an und sagte, dass sie die ganze Nacht über dieses Gespräch nachgedacht hat und dass Gott Weiteres hinzugefügt hat. Schw. Homann und Rudolf R. sind in Gottes Erkenntnis beträchtlich gewachsen. In Kopenhagen hatten wir am Sonntagabend bei Schw. Captyn Versammlung. Insgesamt waren dort 13 Personen anwesend. Eine gesegnete Versammlung, und ich weiß, dass eine Schwester Licht bekam, und ich glaube, auch ein jüngerer Bruder und seine Frau. Ansonsten weiß ich nicht, was Gott in den Herzen gewirkt hat.

Am Montagabend waren wir bei Kommandeur Lorck in deren eigener Versammlung, doch waren dort wahrscheinlich genauso viele Geschwister von uns dabei. Frau Lerek lud uns ein, als wir am Sonntag Vormittag in Bjørners Versammlung waren. Br. Lerek war freundlich, aber ich glaube, dass er ein bisschen ängstlich war; denn er und ein Ältester sprachen lange und ausführlich. Zum Schluss wurde ich aufgefordert, etwas zu sagen, und ich sprach durch Gottes Gnade ausgehend von ihrem eigenen Text. Hebr. 11. Gott gab große Gnade und Kraft, über all das zu sprechen, was wir durch Glauben verstanden. Ich sprach von Sieg über Sünde durch Glauben, davon, zu herrschen durch Glauben, Christus gleichgestaltet zu werden durch Glauben, Parteischranken und Ansehen der Person niederzureißen durch Glauben usw. Alles, was Gott mir ins Herz gab, verkündigte ich durch seine Gnade direkt und ohne Umschweife, und schließlich musste ich aufhören, weil ich einen trockenen Hals bekam. Die Geschwister freuten sich und Lerek und der Älteste schienen auch einig zu sein. Später sollten wir dort zu Abend essen. Ich weiß nicht, was aus dieser Versammlung entstand, doch Gottes Geist hatte in der Nacht zuvor kräftig zu mir über alles geredet, was wir durch Glauben verstehen und vermögen, wie es in Hebr. 11 steht. Mein Erstaunen war daher groß, als Lerek eine maschinengeschriebene Mitteilung hervorholte, worin stand, dass das Thema des Abends Hebr. 11 sein sollte.

Sie sprachen, als ob es die leichteste Sache wäre, Gottes Werke zu tun – als ob es von selbst ginge, ohne Anstrengung usw. usw. Und dann sprachen sie von Knechtschaft und dass wir selbst nichts tun müssen. Wieder die alte Leier. Ich sagte zu ihnen, dass man deshalb ständig Mühe mit toten Werken hat, weil man selbst so nahe dem Fleisch lebt, und dass das nur die Anfangslehre ist. Sie sagten darauf, dass sie dies um all der Jugendlichen willen erwähnen müssen. Doch es war wohl das, womit sie selbst Mühe hatten. Die Geschwister lernten, den Unterschied zu hören und ich glaube, dass Lerek und seine Frau etwas zum Nachdenken bekamen. Ich bin Gott dankbar dafür, dass ich vor ihnen ein Zeugnis ablegen konnte. Es fühlt sich an wie eine Ruhe. Br. Rasmussen hat mit Bjørner und seiner Frau gesprochen. Sie konnten nichts Schlechtes über uns sagen. In Dänemark haben wir eine offene Tür. Die Leute hören zu. Heute Nachmittag kommen mehrere hierher. Wir fahren von hier weiter nach Fredericia und dann voraussichtlich wieder heim, obwohl es sehr viel zu tun gibt, doch es kann später die Zeit kommen, Dänemark zu besuchen. Grüße die Geschwister.

Liebe Grüße von deinem ergebenen Bruder

J. O. Smith