Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1951-07 - Die erste Liebe - Auszug aus einem Zeugnis von J. O. Smith 1928

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Die erste Liebe

Auszug aus einem Zeugnis von J. O. Smith 1928

Offb. 2, 2-5. Was bedeutet es, die erste Liebe verlassen zu haben? Wir müssen zu den verborgenen Gedanken und Beratschlagungen des Herzens zurückgehen. Hebr. 4, 11-12. In jedem Herzen gibt es Beratschlagungen. Wenn Gott die Gedanken unseres Herzens offenbart, beratschlagen wir, ob wir den Willen Gottes oder unseren eigenen tun sollen. Jedes Mal, wenn der Geist in der Tiefe des Herzens spricht, hängt es von meinem freien Willen ab, ob ich mich mit ihm beraten will. Die erste Liebe besteht darin, zu hören, was er sagt und sich nach seinem Rat zu richten. Wenn nicht, wird der Leuchter weggestoßen. Ob nicht der Leuchter hier und dort deshalb weggestoßen worden ist, weil die Leiter nicht Rat von der Stimme des Herrn angenommen haben?

„Gebet dem Herrn Ehre und Macht.“ Ps. 96, 7. Wie können wir vom geringsten Anfang an dem Herrn Macht geben? Dadurch, dass wir ihm im Verborgenen Macht über uns geben, dort, wo niemand uns sieht. – Hören wir nicht die Stimme des Heiligen und richten unsere Herzen danach, bekommen wir nicht Gottes Ehre. Im tiefsten Wesen des Herzens steht der Richterstuhl, und von dort gehen alle Befehle aus. Dort nehme ich das Gericht über mich an und dort stelle ich meinen Willen unter den Seinen. Von dort fließt die Tempelquelle heraus, und wohin sie kommt, wird alles gesund werden und leben. Fragst du andere, was du tun sollst, dann deshalb, weil du dich nicht darin geübt hast, im täglichen Leben in Gottes Rat zu stehen.

Die erste Liebe bedeutet, in Verbindung mit dem Vater und dem Sohn zu sein. „Ich nehme nicht Ehre von Menschen.“ Joh. 5, 41. Wir können nicht Ehre von Menschen nehmen, wenn wir in Verbindung mit dem lebendigen Gott stehen. Nimmt man Ehre, dann ist man in seinem Denken und seinem ganzen Wesen in einer verkehrten Stellung.

„Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander annehmt, und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, sucht ihr nicht?“ Joh. 5, 44. Man kann nicht glauben, wenn man Ehre von Menschen annimmt. Diejenigen, die die Stimme Gottes hören, verlassen sich auf sie und fragen nicht, was Menschen sagen. Lass es gehen, wie es gehen mag, höre nur und bleibe in der ersten Liebe. Wer darin bleibt, liebt Gott.

„Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.“ Joh. 7, 18. Das ist eine vortreffliche Lehre, die nicht widerlegt werden kann. Darin liegen verborgene Schätze. Davon geht Segen aus, solange man in der Reinheit bleibt.

Der Vater sagte von Jesus: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ Mt. 17, 5. Dies wird er auch von der Gemeinde sagen, wenn wir seine Stimme hören und seinen Willen tun. Du bist ein feines Instrument. Gott spricht zu dir, sieh zu, dass du das, was du hörst, realisierst! Ob daraus dann nicht eine Gemeinde werden wird, nach der von weit her gefragt wird? Du wirst alle besiegen, aber niemand wird dich besiegen, wenn du die verborgenen Gedanken und Ratschläge des Herzens richtest!