Friede.
Danke für den Brief, den ich vor einiger Zeit erhielt. Wie du siehst, sind wir nun in Bergen. Br. Th. Ellefsen und ich sind am Mittwoch, den 14. dieses Monats, von Horten abgefahren und seither hatten wir auf dem ganzen Weg von Oslo über Nesbyen und Ål in Hallingdal bis nach Bergen jeden Abend Versammlungen und Zusammenkünfte. Hier haben wir drei öffentliche Versammlungen und nach den Versammlungen Gespräche mit den Geschwistern gehabt. Es ist gesegnet gewesen, diese Geschwister besser kennenzulernen. So Gott will, fahren wir heute Abend um 19 Uhr nach Måløy ab. Wir müssten dann am Donnerstagmorgen dort sein. Es kann sein, dass wir dort bis einschließlich Sonntag bleiben. Wir würden dann erst in der nächsten Woche für ein paar Tage Ålesund (Langevåg) besuchen. Anschließend fahren wir dann nach Molde, um euch zu besuchen. Wahrscheinlich werde ich dir später die genauere Zeit mitteilen. Gott muss uns leiten. Wir wissen nicht, wie alles sein wird. Unser Thema ist auf der ganzen Reise „Sieg über Sünde“ gewesen. Ich sehe, dass die Menschen nötig haben, dies zu hören. Es ist traurig, dass wir jetzt unsere lieben alten Geschwister in Ålesund nicht besuchen können. Ich sehe, dass du der Meinung bist, dass G. W. in Ostnorwegen hart behandelt worden ist. Hierin hast du nicht recht, lieber Bruder. Sie hat selbst einen Dankesbrief an mich geschrieben für alles Gute, das sie unter uns genossen hat. Sie wohnte bei meinem Bruder Aksel zuhause – ich glaube, es war ca. ein halbes Jahr lang. Ich weiß nicht, ob mich jemand ein halbes Jahr lang beherbergen würde. Und so wie ich Aksel kenne, ließ er sie nicht mit leeren Händen. Während der Kämpfe in Horten litt ich sicher am meisten; denn dieser Kampf dauerte ca. vier bis fünf Jahre. Ich habe Ålesund so lange wie möglich verteidigt, aber G. W. konnte man nicht verteidigen. Sie trat mit einer Autorität auf, die außerhalb allem lag, was ich für richtig und göttlich ansehe. Meine Arbeit hat in all den Jahren darin bestanden, die Menschen zu lehren, gottesfürchtig zu sein und einander zu dienen, sodass selbst der Größte wie der Geringste wird. Durch Gottes Gnade war ich bestrebt, dies zu praktizieren; und jedes andere Zepter als die Gottesfurcht versuchen wir mit aller Macht zu zerbrechen, wo immer wir es antreffen.
Denke gründlich hierüber nach und du wirst selbst herausfinden, was richtig ist. Ja, wir werden ja bald persönlich miteinander sprechen. Grüße deine Frau. Vielleicht können wir uns mit ein paar Geschwistern versammeln, wenn wir jetzt kommen.
Br. Th. Ellefsen lässt euch grüßen.
Sei zum Schluss herzlich gegrüßt von deinem immer für Gnade und Wahrheit streitenden Bruder
J. O. Smith