Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Elias Aslaksen - 1928.11.20

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931
Bergen, 20. 11. 1928
Lieber Bruder Elias Aslaksen,
Gottes guter Friede.

Jetzt sitze ich im Postamt von Bergen und war bereits in drei Versammlungen hier. In Oslo und in Nesbyen sowie auch hier haben wir so gut wie ausschließlich Sieg über Sünde verkündigt. Von der Sünde frei geworden und in den Dienst der Gerechtigkeit getreten. Ich sehe, dass dies notwendig ist. In Oslo und hier in Bergen stehen sie auf und geben vor der ganzen Versammlung Zeugnis von ihrer Schwachheit. Dies taten Olstad in Oslo und zwei Brüder hier. Dies Verwerfliche ist nun korrigiert worden, sodass gestern ein ganz anderer Schwung in der Versammlung war. Ganz bewusst haben sie Gottes Wort verkündigt – und die Tugenden Christi. Ihre eigenen Schwachheiten müssen sie Gott im Kämmerlein offenbaren. Gestern waren wir im „Gimle“ angekündigt, doch dort waren nur wenige Fremde. Heute Abend haben wir wieder Versammlung im „Gimle“. Wir haben vor, am Mittwochabend nach Måløy zu fahren. Die privaten Gespräche waren am gesegnetsten. Das war hier und in Nesbyen so. Gott hat alles zurechtgelegt, es geht daher ganz ausgezeichnet. Das eine nach dem anderen klappt hervorragend. Ein jüngeres Mädchen, das in Nesbyen in der Versammlung war, hat nach unserer Abreise Licht bekommen – in einer späteren Versammlung.

Frl. Homann aus Dänemark ergriff Gottes Licht während eines Gesprächs zuhause im Wohnzimmer. Gleich danach bekam der Prediger Rasmussen Licht. Doch sie schien am offensten für die Wahrheit zu sein. Sie war später in Nesbyen, wo es ihr besonders gut gefiel, doch musste sie eilends nach Odense fahren, um das Wasser abzustellen. Übrigens ein seltsamer Fall. Die Brüder hier haben nun volle Klarheit darüber, dass sie als Gottes Wort reden sollen, und darüber freuen sie sich.

Ja, auch ich freue mich, denn gestern waren sie wie kleine Helden im Kriegsdienst. Die erste Versammlung, die wir hier in Bergen hatten, war von ganz anderer Natur, als sie aufstanden und von ihren Unvollkommenheiten sprachen. Es war weder Saft noch Kraft noch Glaube darin. Wir, die wir Diener des Geistes sind, wir werden in dasselbe Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Verkündigen wir Christi Tugenden, dann werden diese mit Sicherheit auch unser Leben und Wesen verwandeln.

Heute Nachmittag haben mehrere Schwestern freigenommen, um zu Br. Skutle zu kommen. Skutle und Bendiksen haben gestern wirklich das Schwert geschwungen. Selbst mit Nagelsen war nicht zu spaßen. Ich hoffe, dass nun auch Br. Olstad damit aufhört, vor der Versammlung über alle seine Niederlagen zu weinen. Das muss er anderswo als an der Front tun.

Ja, lieber Bruder, nun schließe ich mit den herzlichsten Grüßen von deinem im Dienst vor Gottes Angesicht streitenden und mitstreitenden Bruder

J. O. Smith
* * *

Ich kann dich sicherlich von Br. Ellefsen grüßen, er ist fort und badet, während ich dies schreibe. Grüße die Geschwister.

Wir haben vor, bis nach Molde zu reisen.