(Der Brief ist in Smiths Briefe als Brief an N. N. falsch datiert enthalten, laut Original wurde er am 7. 2. 1928 geschrieben)
Friede.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief mit der Bezahlung und Bestellung von zwei Skj. Sk. Jahresbänden 1927, die umgehend zugeschickt werden.
Ja, ich bin voll und ganz einig mit dem, was du schreibst. Die Sünde im Fleisch ist es, die Trennung verursacht, d. h. wenn diese Erlaubnis bekommt, den Sinn zu beeinflussen. Was mich selbst betrifft, kann ich beim besten Willen nichts anderes sagen, als dass mein Verhältnis zu den Geschwistern in Westnorwegen heute ist wie damals, als ich bei ihnen war. Ich unternahm auch in Drøbak mehrere Versuche, mit Ingeborg Stene ins Gespräch zu kommen, aber sie hat sich mit ihrer Strickmaschine beschäftigt, sodass es schwierig war, zu Wort zu kommen. Diesem steht man machtlos gegenüber. Aber hier ist eine Verstockung des Herzens vorhanden und davon muss man gelöst werden. Möge Gott dazu Gnade geben. Die Geschwister in Ålesund haben viele gute Seiten und beweisen in vielerlei Hinsicht eine aufopfernde Gesinnung; nur schade, dass die Sünde im Fleisch bis zur Gesinnung gelangt, sodass ein Bruch in der Gemeinschaft entsteht. Doch ich selbst will der Sünde in der Weise widerstehen, dass ich Gott und die Brüder und Schwestern lieben kann. Im Übrigen habe ich diese Sache in Gottes Hand gelegt. Er wird zu seiner Zeit offenbaren, wer recht hat und wer nicht recht hat. Er ist der Richter.
Zu deiner Freude, lieber Bruder, kann ich dir berichten, dass es hier eine Erweckung unter Jugendlichen und Kindern gegeben hat. Jungs zwischen 8 und 18 Jahren beten einer nach dem anderen mit ihren hohen und hellen Stimmen laut zu Gott. Mehrere Jungs, die von auswärts hierher kamen, wurden ebenfalls errettet. Die Jungs haben ihre Versammlungen und die Mädchen ihre. Jeden Samstagabend haben sie gemeinsame Jugendstunden. Aber die Sache ist, dass in unseren Versammlungen für Erwachsene alle Jugendlichen auftauchen, und so werden alle Versammlungen zu Jugendstunden.
In Oslo haben die Geschwister die Brogt. 24 II gemietet und bei den Versammlungen mit Br. Aslaksen war volles Haus. Es waren mehrere Prediger anwesend. Ich schicke dir einen Brief und eine Karte von Br. Aslaksen, der die Dinge sehr optimistisch sieht.
Die Anzahl der Offiziere und Unteroffiziere soll reduziert werden, und daher habe ich zum 15. Oktober dieses Jahres ein Entlassungsgesuch bei reduziertem Gehalt eingereicht. Wenn es mir gelingt, entlassen zu werden, habe ich vor, eine dreimonatige Beurlaubung ab dem 15. Juli dieses Jahres zu beantragen. Ich schrieb an Br. Aslaksen, dass ich nie ein Prediger werde, eben darum hat er Prediger J. O. Smith auf die Karte geschrieben. Du musst es als Spaß verstehen.
Grüße deine Familie und all die lieben Geschwister, die sich über einen Gruß freuen. Aus Ålesund habe ich ca. 20 Kündigungen für Skj. Sk. erhalten, auch Br. Fugleseth hat es abbestellt.
Sei selbst herzlich gegrüßt von deinem im Streit und Frieden vereinten Bruder
J. O. SmithBr. Aslaksen ist von Gott mit einer besonderen Fähigkeit begnadet worden, Gottes Wort so zu reden, dass allen der Mund gestopft wird und sie zuhören müssen.
