Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Brief an Margrethe Wøllo - 1927.12.19

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

(Abschrift, kein Original.)

Horten, den 19. Dezember 1927
Liebe Schwester Margrethe Wøllo,

herzlichen Dank für euren sehr lieben Brief. Es war eine Freude, von Schw. N. N. zu hören. Wir wollen hoffen, dass es mit mehreren so geht, denn wir gehen einer merkwürdigen Zeit entgegen. Aus der Tiefe ruft uns der Herr und nicht vom Oberflächlichen her. Ich bin Gott so dankbar für seine Güte mir und meiner ganzen Familie gegenüber. In der Versammlung gestern Abend gaben Aksel, Johanne und Rakel ein Zeugnis. Br. Aslaksen ist seit unserer Silberhochzeit hier gewesen und hat jeden Abend Versammlungen gehalten. Alle Jungs sind errettet worden – und einige jüngere Mädchen. Er fährt heute nach Hause.

Gott hat euch dort oben im Tal gesegnet und wird es weiterhin tun, wenn ihr nur nicht mit eurem Leben vom Weg abweicht und in euren Zeugnissen keine Abstriche von der Wahrheit macht. Gott hat in seinem Dienst Gebrauch sowohl für Männer als auch für Frauen, für jeden auf seine Weise und in seiner Ordnung. Es ist der wundersame Friede in der Tiefe des Herzens, der diejenigen auszeichnet, die Christi Kreuz tragen, ebenso die innige Gemeinschaft und die sichere Gewissheit. Gegenüber diesem brechen der Unfriede, die Unsicherheit und die Einsamkeit des Aufrichtigen in sich zusammen, denn dies ist der Stein des Anstoßes in Zion. Selig ist jeder, der auf diesen Stein fällt und zur Selbsterkenntnis kommt. Mögen wir solche lebendigen Steine sein, ein Geruch des Todes zum Tode für alle, die verloren gehen, aber ein Geruch des Lebens zum Leben für alle, die gerettet werden. Ja, hier ist der verborgene Dienst offenbar genug für alle, die den Glauben annehmen und sich nicht verstocken.

Was die Spannungen betrifft, die ihr bemerkt, wird der Herr selbst dessen Stab grünen lassen, dem…

Der Rest des Briefes fehlt.