Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Skjulte Skatter 1927-07 - Pfingstkonferenz 1927 – Horten

Gesammelte Schriften Band 4 • 1924 - 1931

Pfingstkonferenz 1927 in Horten

Wieder haben wir eine Pfingstkonferenz durchlebt und wieder haben wir schmecken und erfahren dürfen, dass der Herr gütig ist und seine Barmherzigkeit ewig währt.

Eine neue Zeit ist angebrochen, denn nun kommen Autos von weither, vollgepackt mit Geschwistern. Acht Tage vor Pfingsten kam ein Brautpaar mit dem Auto die weite Strecke von Hemsedal. Es waren Br. O. Løken und Schw. Ingebjørg Haug, die beim Amtsrichter in Horten getraut wurden. Zu diesem Anlass hatten wir den Saal geschmückt, und wir hatten eine festliche und feierliche Stunde zusammen. Br. Aslaksen war ab Hønefoss mitgefahren.

Am Pfingstsonntag stand morgens ein großer Lastwagen vor dem Saal. Dieser war im Lauf der Nacht mit den Brüdern Joachim Wold und Tønnes Andersen als Fahrern von Kristiansand gekommen. Auch von Sandefjord kam ein Auto, und mit Zug und Schiff kamen sie von den nächstgelegenen Städten. Schw. Lotte Johansen und Inga Eltvik kamen den weiten Weg von Ålesund und waren zum ersten Mal auf der Konferenz, ebenso Thora Windeløv und Elisabeth Christiansen von Fredericia in Dänemark. Gleichzeitig kam Schw. Rikke Johansen, die ja Norwegerin ist, aber in Fredericia wohnt. Des Weiteren kamen Geschwister aus den umliegenden Städten.

Die Geistesgemeinschaft und die gegenseitige Liebe ziehen zueinander, und es ist beeindruckend, die Wiedersehensfreude zu sehen, wenn der eine dem anderen begegnet.

Es wurde davon gesprochen, dass die Leiter in Gottes Gemeinden nicht herrschen sollen, sondern jedem Gelegenheit geben sollen, selbst das Richtige herauszufinden. Als Beispiel wurde angeführt, dass eine Schwiegermutter nicht über die Frau ihres Sohnes gebieten und herrschen soll. Wenn die Schwiegermutter das tun und sie ihre Schwiegertochter überleben würde, dann hätte sie selbst zwei Leben gelebt, während die Frau des Sohnes keine Gelegenheit gehabt hätte zu leben. Wir müssen jedem Einzelnen die Freiheit lassen zu leben. Wenn derjenige, der „Wegleiter“ genannt werden kann, ein starker Geist ist, dann kann er oder meistens „sie“ ein Tyrann werden, der seine Macht in allen Details benutzt, sodass die Seelen unter dem starken Druck leiden. Die Wegleitung des Geistes offenbart sich überzeugend und nicht drückend, so sollen es auch die machen, die mit Menschenseelen zu tun haben. Tritt niemandem zu nahe, greife nicht in die Einzelheiten des Privatlebens ein, sondern hab nur ein waches Auge für die Sünde, dass diese nicht herrscht. Besonders kann die Frau, wenn sie etwas zu sagen hat, unbarmherzig und hart sein. Daher soll der Mann in jeder Versammlung die Leitung haben, wie es die Schrift gebietet.

Persönlich möchte ich sagen: Lege den Herrscherstab nieder und gib lieber mit dem Hirtenstab Wegleitung. Sollte dieser Letztere zum Schlagen benützt werden, dann ist es gegen den Wolf und nicht gegen die Schafe. Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen. Merke dir das!!! Und richte dich danach!!!

Am Pfingstmontag ruhte viel vom Geist, der richten und ein Feuer anzünden wird, über den Versammlungen. Die Geschwister waren bei mehreren Zeugnissen sehr bewegt, in denen Selbsterkenntnis und Gericht über das eigene Leben ausgesprochen wurden und in denen Gott für die Befreiung gepriesen wurde. Br. Aslaksen hat nun vor, Bergen, Måløy und vielleicht Ålesund zu besuchen. Betet für ihn, dass es gelingen möge.