Friede.
Danke für den Brief mit Manuskripten, für die Karte von Helga sowie für das Telegramm von Schw. Anna Kjærnet. Br. Nils Risnes und Br. Ramdahl haben vor einigen Tagen angekündigt, dass sie heute (Samstag) hierher kommen. Ich bin jetzt im Kompaniebüro angestellt, wo es aufgrund der Demobilisierung des Personals viel zu tun gibt, sodass ich keinen Urlaub beantragen kann. Sonntags gibt es keinen Schiffsverkehr, ich müsste daher zwei bis drei Tage Urlaub beantragen, und das ist in dieser arbeitsreichen Zeit zu aufwändig. Man muss ja seinen Verstand gebrauchen, wenn man wie jemand behandelt werden möchte, der Verstand hat. Ich wäre gerne bei der Jugendstunde dabei gewesen, und es wäre auch schön gewesen, dich und die Geschwister zu besuchen; aber ich bin angebunden, und eine Freiheit außerhalb dieser Bande kann zurzeit nicht als Weisheit angesehen werden. Ich habe gestern Abend Skj. Sk. Nr. 12 Korrektur gelesen. Wir haben mehr als genug Stoff – ohne das zuletzt Eingesandte. Der Artikel von Berg kam dieses Mal nicht hinein. Von einem deiner Artikel, die du hierher geschickt hast, glaube ich, dass du ihn wegwerfen solltest. Er handelt von Lust an Geschwätz bei Predigern etc. Wenn man nur diese treffen könnte, die geschwätzig sind, wäre es „all right“; aber nun befürchte ich, dass es als Verdacht gegenüber allen, die predigen, wirken könnte, und ich bin ganz sicher, dass das nicht deine Absicht ist. Ich schicke ihn zurück, damit du ihn dir anschauen kannst.
Ich nehme an, dass wir den meisten Stoff für die Januarnummer haben.
Der Preisanstieg für Skj. Sk. auf 2,00 Kr. ab Neujahr ist dem Postamt von Horten bereits vor ca. zwei Monaten gemeldet worden.
Hier waren wir zweimal zusammen. Zuerst bei Marie Hansen und später bei Berg. Wir hatten es richtig gut. Ich verstand, dass die Geschwister ziemlich hungrig waren. K. P. war in letzter Zeit bei Berg. Es scheint, dass er sich beträchtlich zum Besseren gewandelt hat. Wir werden es nun sehen.
Nur dies bevor ich hineingehe.
Liebe Grüße von deinem Bruder
JohanIch hoffe, dass ihr alle auf dem Weg der Besserung seid.
Helge geht es besser.
Ich sandte neulich ein Manuskript an den „Missionæren“ über den „Militärdienst“. Du siehst nun die Antwort darauf.
(Im Missionæren vom 30. 11. 1918 schreibt der Herausgeber unter der Überschrift „Die Christen und der Krieg“ Folgendes: „Wir haben nun so viele Beiträge in dieser Sache, dass wir keine weiteren hineinnehmen können. … Von den eingesandten Artikeln, die wir bereits auf unserem Schreibtisch liegen haben, wird keiner hineingenommen werden.“ Anm. d. Red.)
