Friede.
Danke für die Karte und vielen Dank dafür, dass du eine Karte an Strømmen geschickt hast mit der Bitte, mir meine Bibel zu schicken. Diese ist nun angekommen, und ich habe Br. Strømmen 0,50 Kr. für die Auslagen zugesandt.
Letzten Sonntag war ich in Sandefjord. Ich kam unerwartet, gerade als sie die Versammlung anfangen wollten. Es waren fünf Männer und fünf Frauen anwesend, was heißt, dass alle da waren. Es war wirklich eine Freude, in eine fremde Stadt zu kommen und eine so eifrige Schar zu sehen. Nach der Versammlung begleiteten sie mich zum Bahnhof. Ich freue mich darüber, dass du nach Kristiansand S. kamst. Jetzt bekommst du wahrscheinlich Gelegenheit, die Verhältnisse kennenzulernen. Neulich habe ich einen Brief von Tønnes Andersen bekommen. Ich habe gehört, dass Br. Elias Aslaksen heute in Melsomvik von der „Æger“ abmustern wird. Er schreibt mir, dass er nach Hønefoss zurück will. Frau Høye aus Kristiania ist an Leberkrebs gestorben. Sie wird am kommenden Freitag um 14.30 Uhr auf dem Friedhof „Unser Erlöser“ beerdigt. G. Willersrud und Marie Pettersen in Aalesund sind von der Spanischen Grippe stark angegriffen gewesen. Sie sind nun auf dem Weg der Besserung. Frau Aarseth, Aalesund, ist an derselben Krankheit gestorben. Ich nehme an, dass du dich an sie erinnerst. Br. D. Kvalheim will zusammen mit Ananias Kvalheim im Januar Ostnorwegen besuchen, sagt er. Aksel ist auch seit ca. drei Wochen an der Spanischen Grippe erkrankt, schreibt Helga.
Die Welt ist leer und taub und tot. Unruhen überall. Ja, wir sind in Wahrheit in die letzten Zeiten gekommen, in denen sich ein Volk gegen das andere erhebt, in denen es Hunger, Krieg und Pest gibt. Möge Gott uns Gnade geben, geduldig zu sein, so dass wir in dem uns verordneten Kampf laufen können – unangefochten von den Sorgen der Welt. Wir haben ein höheres Ziel vor Augen als das Wohlergehen in diesem Leben. Lass uns deshalb, lieber Bruder, umso mehr nach den Dingen trachten, die droben sind. Die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut und ihm zu gefallen sucht, bleibt in Ewigkeit.
Mit Susanne Norum geht es jetzt gut. In Drøbak, wo sie Jugendstunden haben, wird der eine und andere errettet. Würde es sich nicht für euch in Kristiansand lohnen, Erweckungsversammlungen abzuhalten? Vielleicht könntet ihr Jugendliche gewinnen, die später unterwiesen werden könnten.
Grüße die Geschwister.
Liebe Grüße, dein Bruder
J. O. SmithIch schicke dir einige Briefe, die du verbrennen kannst, wenn du sie gelesen hast.
