Friede.
Danke für deine lieben Briefe sowie für den Brief von Br. Joh. Lohne. Ich fuhr gestern um 14 Uhr nach Sandefjord und kam dort unerwartet an, gerade als die Versammlung um 17 Uhr beginnen sollte. Sie waren alle überrascht und freuten sich. Es waren fünf Männer und fünf Frauen anwesend. Wir sprachen miteinander über die letzten Zeiten und über Eph. Kap. 1. Br. Karlsen hat mehrere junge Leute, mit denen er arbeitet, und es war eine Freude zu sehen, wie sie wie neugeborene Kinder die Worte verschlangen. Ich fuhr um 20.18 Uhr abends wieder zurück und fast alle kamen mit zum Bahnhof. Es ist verwunderlich, in eine fremde Stadt zu kommen und eine so eifrige Schar versammelt zu sehen.
Wahrscheinlich wird nun Br. Aslaksen diese Woche seinen Dienst beenden. Es wäre eine Freude, wenn er eine Rundreise machen könnte. Ich hoffe, dass du bald wieder gesund wirst und das Haus verkaufen kannst, so dass du mehr unterwegs sein kannst. Es ist ja eine Freude für mich, dass du in Drøbak wohnst, so nahe bei uns; doch soll man Gottes Reich und seine Gerechtigkeit zuallererst suchen. Gott wird alles zu seiner Zeit zu unserem Besten zurechtlegen.
Nun ist auch hier in der Marine alles in Auflösung. Aus diesem Chaos heraus kann man mit allem rechnen. Still und ruhig hatte ich es während der Mobilisierung an Bord der „Valkyrjen“ und still und abseits bin ich jetzt hier an Bord während der Demobilisierung. Gott verbirgt uns in seiner Hütte an dem bösen Tag.
Es werden nun mehr und mehr hier und dort, die Vertrauen haben. Br. Karlsen hatte mit einem schwedischen Prediger Anderson geredet, der sagte, dass er Smiths Lehre nicht kannte, aber alle sagten, sie wäre falsch, deshalb müsse er der Mehrheit glauben. Br. K. erinnerte ihn dann daran, dass sie selbst lehrten, dass man nicht auf Menschen hören sollte, was er nun tat – ohne selbst nachzuforschen, wie sich das Ganze verhält. Einer der jungen Leute bei Karlsen war ein einberufener Matrose in der Marine (wir waren hier nicht zusammen). Er ging nun in den Saal der Molkerei und gab Zeugnis vor den Geschwistern bei Ystrøm. Sie sagten dann zu ihm: „Du sprichst ja genauso wie Berg.“ Bemerkenswert, wie sie überall eindringen. Ich hatte eigentlich vorgehabt, gestern (Sonntag) in das Versammlungshaus in Gulskogen zu gehen, wo die Geschwister aus Hønefoss und L. Risnes hinkommen wollten. Jedoch hatte ich mehr Lust, nach Sandefjord zu fahren, wo ein Besuch – glaube ich – jetzt dran war. Br. Johan Lohne ist eifrig zu arbeiten; er freut sich über jede Seele, die er für Christus gewinnen kann. Er hat besonders Hardanger und Haugesund als Aufgabe. Es sind weite Wege, aber er schafft das wohl. Er hat vermutlich 190 km bis Haugesund. Lorentz Risnes ist jetzt verheiratet, heißt es. Ich schließe das aus der neuen Adresse. Es würde mich interessieren, wie es nun mit Schw. Susanne Norum geht. Die Geschwister im Saal der Molkerei haben ihre Wirksamkeit beendet und sich „Bethel“ angeschlossen. Wenn bei uns Ruhe einkehren würde, dann könnten wir vielleicht diesen Saal mieten. Br. Berg und Br. Birkeland sind jetzt zuhause. In dem Augenblick, in dem die „Eidsvold“ und damit Birkeland Kristiansand S. verließen, kam von Bergen die „Tordenskjold“ und damit Br. Ellefsen nach Kristiansand, um abzulösen. Die Verteilung bleibt ausgezeichnet bis zuletzt. Wie es aber hiernach werden wird? Es gibt nun hier und dort Geschwister, die Trost und Wegleitung brauchen.
Grüße die Geschwister.
Liebe Grüße, dein Bruder
Johan