Friede.
Danke für den Brief und das Manuskript, das bereits an den „Gjengangeren“ geschickt wurde. Skj. Sk. für Oktober wurde heute Morgen um 8 Uhr von mir versandt. Es braucht drei Abende, das Monatsblatt zu verschicken, wenn ich es alleine mache. Ich schicke dir zehn Exemplare. Du kommst vermutlich damit zurecht? Um den Versand in der Vorweihnachtszeit zu vermeiden, habe ich überlegt, ob wir jetzt gleich zwei Nummern auf einmal drucken lassen könnten, dann wären wir für dieses Jahr fertig und man könnte die beiden Nummern auf einmal versenden. Schicke daher so schnell wie möglich mehr Stoff, wenn du kannst. Ich nahm die Hälfte von Bruder Bergs Artikel hinein; nicht den, den du korrigiert hast, sondern den anderen. Ich korrigierte und strich auch von diesem einen ganzen Teil weg. Berg befasst sich mit etwas vom Allerschwierigsten, darin besteht der Fehler. Man soll sich zum Geringen halten. Ich habe vor, ihm den Rest wieder zukommen zu lassen. Bruder Birkeland ist nun zuhause. Die „Eidsvold“ wird hier erwartet. Br. Aslaksen ist wieder gesund; er wartet auf seine Abmusterung und hat vor, sich in Hønefoss niederzulassen. Der kleine Aksel war zwei bis drei Tage krank; er muss noch im Bett sein, ist aber auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, dass es dir bald wieder gut geht. Ich will nur ungern von der „Kong Sverre“ weg, ich hoffe, dass wir noch eine Weile hierbleiben müssen. Wenn ich an Bord bin, dann bin ich sicher; komme ich aber an Land, dann riskiert man, wohin auch immer geschickt zu werden. Vermutlich werden die Schiffe jetzt nacheinander eingezogen.
Gott ist gut zu uns gewesen in diesen vier Jahren. Wir haben während der Trübsale dieser Zeit gearbeitet; doch Gott hat gesegnet. Es ist jetzt sicher so, dass die gekrönten Häupter Zepter und Stab niederlegen müssen, um den Weg für ihn freizumachen, der diese ewig tragen wird. Die Völker werden Nation für Nation abgesondert, damit jede Nation einen Repräsentanten hinauf nach Jerusalem senden und Christus als dem König huldigen kann, und damit jedes einzelne Volk gezüchtigt werden kann, wenn es dies nicht jedes Jahr tut. Die Völker werden reif für das Tausendjährige Reich. Kannst du nicht für die Dezemberausgabe von Skj. Sk. ein wenig darüber schreiben? Du hast bestimmt einen kleinen Vorrat an Erkenntnis in dieser Richtung. Der Geist wird uns offenbaren, was zukünftig ist. Ich empfinde es als eine Erleichterung, dass der Krieg zu Ende ist; aber es ist, als ob die Menschen in Erwartung leben, was nun geschehen wird! Jeder muss an seinem Platz weiterarbeiten und nach seinem Vermögen seine Pflicht tun, dann wird Gott uns segnen. Es gilt, die Zeit gut und richtig zu gebrauchen. Der Artikel, den Frau Kjærnet von Mrs. Penn Lewis übersetzt hat, war sehr gut. Er handelte von den letzten Zeiten, wie Satan besonders die Personen angreift, die mit Christus tausend Jahre lang regieren werden. Dies ist sehr wahr. Dafür lief Paulus. Wenn wir über Satan siegen können, wenn er los ist, wie viel mehr dann, wenn er gebunden ist. Es gab einen etwas längeren Satz, der so schwierig war, dass ich ihn viele Male studiert habe, bevor es mir gelang, mich in die Gedanken von Mrs. P. L. hineinzuversetzen. Ich verstehe, dass er schwierig zu übersetzen war; aber so, wie er übersetzt war, konnte man ihn nicht verstehen, weshalb ich ihn so gut wie möglich korrigieren musste; aber ich verstehe gut, dass ich die Interpretation von Mrs. P. L. nicht voll und ganz getroffen habe; doch wurde er etwas besser verständlich. Es ist schwierig, so tiefe Wahrheiten zu übersetzen, doch ansonsten war es gut, soweit ich verstehe.
Grüße Helga und die Geschwister.
Liebe Grüße von deinem Br.
Johan