Und nun, ihr Reichen!
Wir sind in die letzten Tage gekommen, und das Gericht über die Reichen hat schon angefangen zu wirken. „Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen!“ Jak. 5, 3. Wie gefährlich es ist, sich in dieser unruhigen Zeit Schätze zu sammeln! Möge Gott sein Volk von Habsucht erlösen. Es ist gewiss nicht schwierig, sich in dieser Zeit Schätze zu sammeln; aber das wird nicht zum Segen werden. Man kann sich nicht Reichtümer anhäufen, ohne dass man dadurch dem Armen auf die eine oder andere Weise schadet. Entweder legt man dessen Lohn zu niedrig fest oder man enthält ihm seinen Lohn sogar vor.
Die gottlose Welt versteht sich nicht darauf, Gott um ihr Recht zu bitten. Aber Gott ist ein gerechter Vater, und er hasst Unrecht und straft den, der Unrecht tut.
„Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth.“ Jak. 5, 4.
Die ungerechte Lohnverteilung schreit zu Gott – auf dieselbe Weise wie das Seufzen und Rufen der Schnitter die Ohren des Herrn Zebaoth erreicht hat. Nun sind die Tage der Rache gekommen – nun haben das Gold und das Silber Rost angesetzt. „Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen.“
Was haben die reichen Leute denn mit dem Lohn getan, den sie den Arbeitern vorenthalten haben? Nun, sie haben geschlemmt auf Erden und geprasst und ihre Herzen gemästet am Schlachttag.
Aber nun sagt Jakobus: „Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird!“
In Russland und Deutschland erhebt sich das Volk, und das breitet sich auch in andere Länder aus. Die Axt liegt an der Wurzel des hohen Baumes der Großen und schlägt kräftige Kerben. Gottes Gerichte sind nahe herangerückt, und wir müssen das Ganze mit großer Verwunderung betrachten.
Was sollen nun wir in dieser Zeit tun? Sollen wir für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen?
Nein!! „So seid nun geduldig, liebe Brüder, bis zum Kommen des Herrn.“ V. 7.
Wir brauchen Geduld in diesen Tagen. Greife niemals in die Gerichte des Herrn ein! Wir können sie mit ansehen und daraus lernen; aber mache dich keiner Seite teilhaftig. Wirst du gezwungen, Stellung zu beziehen, dann übe Gerechtigkeit. Wir harren auf den Herrn. Die eine Regierung nach der anderen wird gestürzt, Minister kommen und gehen, Könige und Fürsten werden eingesetzt und abgesetzt. Mitten in diesem Chaos warten wir auf den Herrn, der kommen und die Führung in die Hand nehmen wird. Wir wissen es und sind dessen gewiss, dass alle anderen Regierungen einmal fallen werden. Nur Christus und seine Auserwählten können recht regieren, deshalb wird sein Reich auch ein ewiges Reich.
