Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Aksel Smith, 1918-10-26

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
Horten, den 26. Oktober 1918
Lieber Bruder Aksel,
Friede.

Danke für deinen lieben Brief vom 22. des Monats, den ich heute erhalten habe. An Bord der K. S. haben wir jetzt nur eine kleine Wachmannschaft; die übrigen sind heimgefahren. Von den 500 Mann sind nun 41 Mann gestorben. Es gab viele Beerdigungen und großes Leid. Danke für eure Gebete; ich bin die ganze Zeit gesund gewesen und es gefällt mir ausgezeichnet hier an Bord. Johanne ist nun auf dem Weg der Besserung; sie kann auf sein. Pauline und Helge geht es gut. Er kann kräftig schreien, wenn es nicht genauso geht, wie er will. Die Loge ist ganz mit Diphtherie-Patienten belegt, daher können wir hier keine überregionalen Versammlungen abhalten, wie die Geschwister von Sandefjord wünschten. Br. Berg besuchte sie letzten Sonntag, und es ging allen gut. Br. Karlsen hat die Spanische Grippe bekommen und musste sich hinlegen; aber er hörte zu und freute sich. Br. Aslaksen hat auch dieselbe Krankheit gehabt. Der älteste Sohn von Marie Hansen starb gestern an der Spanischen Grippe.

In der letzten Zeit sind die Leute eifrig gewesen, Skj. Sk. zu bezahlen. Mehrere haben 5,00 Kr. geschickt. Manche fragen, wie viel sie schuldig sind, usw. In diesem Jahr gibt es einen kleinen Überschuss, aber es haben ja auch schon einige für 1919 bezahlt. Von der Hebamme Hagfoss aus Aalesund bekamen wir 30,00 Kr. für Skj. Sk. Jahresbände und jetzt bestellte sie 15 weitere Bücher. Ein Mann in Dänemark bat uns, ihm Probeexemplare des Monatsblatts und von Büchern von Skj. Sk. zu senden. Ich schickte ihm ein paar Monatsblätter und ein „Vild i troen“ (Im Glauben irregegangen). Wir könnten sicher gute Bücher auswählen und diese verkaufen, z. B. „Der Weg dem Lamme nach“, „Theologia Deutsch“, „Das Gebet“ usw. Wir haben nicht mehr so viele Abonnenten; aber die wir haben, sind solide – beinahe alle zusammen.

Ich habe jetzt fast nichts zu tun hier an Bord; aber ich muss mich immer bereithalten. Ich würde gerne den Stiftzahn richten lassen, von dem du weißt, wenn du so gut sein könntest, das bei Gelegenheit zu machen? Ich kann bestimmt ein paar Tage Urlaub bekommen, nehme ich an.

Es freut mich, dass S. Norums Kräfte in Bezug auf die Manasse-Lehre mehr und mehr nachlassen. Ebenso, dass ihr nun einen Saal mieten und mit öffentlichen Evangelisationsversammlungen anfangen werdet. Möge Gott seinen Segen dazu geben.

Ansonsten geht es uns gut hier. Gott arbeitet auf alle Weise, in guten und in schlechten Zeiten. Mit Worten und ohne Worte.

Grüße die Geschwister.

Liebe Grüße von deinem Bruder

Johan