Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Aksel Smith, 1918-09-14

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
Horten, den 14. September 1918
Lieber Bruder Aksel,
Friede.

Danke für deinen lieben Brief von heute Morgen. Ich höre, dass Susanne Norum mit zwei Kindern bei dir angekommen ist. Ich habe ihr jetzt geschrieben und ihr empfohlen, geistliche Hilfe von dir und den Geschwistern in Drøbak anzunehmen. Ich habe ihr vorgehalten, dass sie von dem, was sie von Anfang an hörte, abgewichen ist.

Sie ist so, dass, wenn sie die Wahrheit hört, dann arbeitet Gottes Geist hinterher in der Stille mit ihr. Man kann ruhig deutlich werden, sie erträgt das, wenn es nur Wahrheit ist und sie versteht, dass man ihr Bestes will. Finde heraus, was das Geheimnis in dieser Lehre Manasses ist; höre ihr zu, bis du die Wurzel des Verkehrten findest. Ich weiß nicht, was diese Menschen lehren. Ihr Mann ist Fischer; er will sich jedoch darauf etwas einbilden, sagt Strømme. Ich kann mich nicht erinnern, ihn gesehen zu haben. Er ist nicht bekehrt, aber er erlaubt, dass seine Frau die Versammlungen besucht. Morgen hätte ich in Sandefjord sein sollen, aber ich kann Pauline nicht alleine lassen. Schw. Langsholdt (Inga) ist richtig tüchtig in der Hausarbeit. Es war gut, dass sie kam. Du sollst nicht warten, bis ich komme; du sollst selbst S. N. heraushelfen. Der Glaube erweist sich als zwingend siegessicher. Und dieser ist es, der sie dazu bringen soll, fragend zu werden und sich zu bekehren.

Grüße jeden Einzelnen der Geschwister. Liebe Grüße.

Lass mich bald wissen, wie es geht.

Dein Bruder

Johan