Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Brief an Aksel Smith, 1918-01-05

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923
„Viking“, Haugesund, 5. 1. 1918
Lieber Bruder Aksel,
Friede in Christus Jesus.

Danke für das Zusammensein an Weihnachten und danke für die zwei Briefe, die hier lagen sowie danke für den Brief heute. Es war gut, die Geschwister in Ostnorwegen wiederzusehen, ebenso war es ein wahrer Segen, an Heiligabend zuhause sein zu dürfen. Aber nun ist es vorbei und die Arbeit liegt vor uns.

Br. Aslaksen war am 27. 12. in Horten und konnte von einem beträchtlichen Fortschritt in Jevnaker und in der Umgebung von Hønefoss berichten. Am gleichen Tag sagte Nils Risnes am Telefon, dass er mit mir zusammen mit dem Zug nach Bergen fahren wolle; er wollte nach Moldøen. Am 28. 12. trafen wir uns am Abend bei Br. Thorleif Hansen, wo volles Haus war. Nilsen aus Brevik und seine Frau sowie Risnes und seine Frau waren an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen bei Hansen gewesen. Am Tag darauf kamen wir durch Hønefoss; aber wir unterhielten uns eifrig und wussten nicht, dass etliche Geschwister am Bahnhof waren, um uns zu begrüßen. Das erfuhren wir später von Br. Ellefsen, der an einem Sonntag in Hønefoss einen Halt eingelegt hatte.

6. 1. 18

In Bergen trafen wir Br. Madsen und Hilda Broks. Madsen freute sich jetzt sehr darüber, dass er nach den geistlichen Kämpfen, die er mit Br. Ellefsen gehabt hatte, wieder in die richtige Spur gekommen war. Er war vollkommen einsichtig und richtete sich selbst dafür, dass er starrköpfig gewesen war. Nils Risnes und ich nahmen Abschied voneinander und er fuhr weiter nach Moldøen. Br. Johan Lohne fuhr zwei Tage später zusammen mit Ellefsen von Bergen nach Haugesund, wo wir vier Versammlungen hatten. Hier gibt es einen Br. Sagstad und Frau, Brunvold und Frau sowie einige Schwestern. Es kommt einem etwas schwerfällig vor, doch Familie Sagstad scheint eine aufrichtige Bauernfamilie aus der Gegend von Bergen zu sein. Br. Johan Lohne schien in seinem Geist gestärkt worden zu sein.

Es hat mich gefreut, von deiner Reise nach Sarpsborg zu hören, wo du ja eine gute Gelegenheit hattest, mit dem jungen Seehus zu sprechen. Ich ersehe aus dem Brief von E. P, dass drei von den Ältesten zu E. Andersen gefahren sind, um sich mit ihm zu besprechen. Es kann eine ernste Sache für E. A. werden, wenn er öffentlich anfängt, Gottes Wahrheiten entgegenzuarbeiten. Du solltest ihm das vorhalten, wenn er zu dir kommt, um seine Zähne behandeln zu lassen. Man sollte ihn dafür zur Rechenschaft ziehen, dass er den Leuten erzählt, dass an der Lehre, die wir verkündigen, etwas verkehrt sei. Die Leute sind gewöhnlich nicht in der Lage, selbst zu denken – man muss dies vor Augen haben und es zur Sprache bringen.

Ich höre, dass du ein Telegramm von Br. Kvalheim bekommen hast, dass du nach Moldøen kommen sollst. Demnach könnte man glauben, dass Oldeide erneut Schwierigkeiten gemacht hat. Ich sprach mit Br. Risnes über die Verhältnisse und erlegte ihm auf, nichts anderes zu unternehmen als das, was zuvor in der Sache getan wurde, und dass eine Versöhnung darauf basiert sein muss, dass Oldeide den Platz einnimmt, an den er rechtmäßig gehört. Wenn Br. Nils Risnes in die Sache mit Oldeide verwickelt ist, ist es seine eigene Sache, das zu lösen.

Wenn es an den verschiedenen Orten gut gehen soll, müssen wir die Unruhestifter kräftig am Genick packen und ihnen ihren rechtmäßigen Platz zeigen. Eine nachlässige Leitung geht unter. Gott wird uns Gnade geben, in unserer Beurteilung das Richtige zu treffen. Lebewohl. Grüße zuhause und die Geschwister. Br. Ellefsen grüßt.

Liebe Grüße, dein Bruder

Johan