Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Johan O. Smith

Skjulte Skatter 1922-04 - Das Wort Gottes unterscheidet

Gesammelte Schriften Band 3 • 1918 - 1923

Das Wort Gottes unterscheidet

Es ist nicht so ganz einfach, zwischen dem „alten Menschen“ und „dem Menschen Gottes“, zwischen dem „Leib des Fleisches“, und dem „Leib des Todes“ und dem „Leib der Sünde“, zwischen den „Werken des Fleisches“, „toten Werken“, den „Werken des Leibes“ und den „Werken Gottes“ zu unterscheiden.

Doch sollte daran erinnert werden, dass, wenn vom Menschen die Rede ist, dann sind Leib, Seele und Geist gemeint. Wenn dagegen vom Leib die Rede ist, dann ist nur der Leib gemeint.

Der Gottlose wird „der alte Mensch“ genannt, der „Werke des Fleisches“ (Gal. 5, 19) mit dem „Leib des Fleisches“ tut.

Nun ist der alte Mensch gekreuzigt (Röm. 6, 6). Dadurch hören die Werke des Fleisches auf und der Leib des Fleisches wird durch die Beschneidung Christi abgelegt (Kol. 2, 11 und Kol. 3, 9).

Nachdem wir nun Vergebung der Sünden bekommen haben und mit dem Heiligen Geist getauft worden sind, bleiben noch der „Leib der Sünde“, die „Werke des Leibes“ und auch der „Leib des Todes“ übrig.

Wenn wir aufrichtig sein wollen, müssen wir eingestehen, dass es selbst bei uns, die wir mit dem Geist getauft sind, doch Dinge gibt, die durch den Geist gerichtet und getötet werden müssen. Das, was diese Dinge – gegen unseren Willen – hervorbringt, wird als „Leib der Sünde“ bezeichnet. Und die Werke, die dabei hervorkommen, nennt man „Werke des Leibes“.

Es sind diese Werke des Leibes, von denen Paulus im 7. Kapitel des Römerbriefs spricht, indem er sagt, dass er das tut, was er hasst, und gleichzeitig Gott dafür dankt: Wenn es nun nicht anders sein kann, dann dient er mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde. Röm. 7, 25.

Mangel an wahrem Verständnis bewirkt, dass man diesen Zustand, der in Römer 7 dargelegt wird, dem Zustand eines Menschen in Gesetzesknechtschaft gleichsetzt. Dies ist jedoch falsch.

Diese Werke des Leibes, die wir hassen, müssen durch den Geist getötet werden (Röm. 8, 13), so werden wir leben.

Man muss ganz klar unterscheiden zwischen Werken des Fleisches, die vom Gottlosen ausgeführt werden, und Werken des Leibes, die vom Gottesfürchtigen – wider besseres Wissen und Wollen – ausgeführt werden.

Der Leib der Sünde ist also die Sünde in unserem unbewussten Wesen, die uns angeboren ist und die wir von den Vätern geerbt haben. Hierfür gibt es keine Verdammnis. Auch für die Werke des Leibes gibt es keine Verdammnis, wenn sie durch den Geist getötet werden. Aber wir selbst müssen sie töten. Es ist nicht so, wie oft gesagt wird, dass der Geist die Werke des Leibes tötet. Gott braucht unser Mitwirken und wir brauchen seine Kraft während aller Heiligungsarbeit.

Als „Leib des Todes“, bezeichnet der Apostel den Leib, den wir jetzt haben – das Fleisch und Blut, aus dem unser Leib besteht. Röm. 7, 24.

Als „Mensch Gottes“ wird der Mensch bezeichnet, der von Gottes Geist getrieben wird, die Werke Gottes zu tun – trotz des Kampfes zwischen Fleisch und Geist. 2. Tim. 3, 17 und Offb. 2, 26.

Schlage diese Hinweise auf und denke gründlich darüber nach.