Friede.
Danke für deinen lieben Brief, der an die Geschwister in Drøbak geschickt wurde. Es freute mich, dass ca. 30 Geschwister am Neujahrswochenende an der Konferenz in Molde teilgenommen haben. Ich sitze an Bord in der Kälte und schreibe, daher ist es mit der Handschrift nicht so weit her. Die Januarausgabe von Skj. Sk. wird heute versandt. Der Artikel „Die Leidenschaft der Entsagung“ ist von Johs. Müller, einem deutschen Wissenschaftler der Theologie, geschrieben. Er ist errettet und hat die kirchliche Anstellung aufgegeben. Lies den Artikel genau, denn er ist wirklich gut. Er hat Erläuterungen zur Bergpredigt geschrieben, die ich zu Hause habe.
Ich habe mit drei jungen Predigern von Barratt gesprochen. Sie haben viel über uns gehört, verstehe ich, aber sie sind nicht in der Lage, richtig zu beurteilen. Sie loben alle „Fire Trin“ (Vier Stufen) von Aksel; sie haben auch „Vild i Troen“ (Im Glauben irregegangen) gelesen. Ich habe neulich einen Brief von einer uns unbekannten Schwester S. Madsen aus Kopenhagen bekommen. Sie sagt, dass sie durch Skj. Sk. Licht bekommen hat und abonniert das Monatsblatt. Sie hat auch „Fire Trin“ gelesen.
Erstaunlich, wie der Sauerteig überall wirksam ist. Br. Joh. Lohne traf im Gudbrandstal eine Schwester Jacobsen, die in der Heilsarmee einsam gewesen ist. Obwohl sie nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst worden ist, sieht es so aus, dass sie gute Fortschritte macht und großes Vertrauen hat. Grüße Br. Lohne damit. Gestern kam eine andere junge Schwester aus dem Gudbrandstal mit ihr zur Versammlung. Schw. G. Willersrud rief mich vor einiger Zeit aus Kristiania an und fragte, ob sie nach Horten kommen könne. Es war noch eine andere Schwester bei ihr. Hierzu sagte ich Nein, weil ich bis vor kurzem beträchtliche Mühe mit den Nachwirkungen von den Kämpfen hatte, die vor einigen Jahren getobt haben. Man hätte sicher über Vieles reden können; aber ich fand es am besten, es sein zu lassen. Aber ihr dürft deswegen nicht denken, dass ich etwas gegen euch habe – ganz im Gegenteil, euer Wohlergehen ist meine Freude. Möge Gott euch alle reichlich segnen. Ich freue mich über Br. Hellevik. Grüße ihn.
Den Zentralfonds gibt es jetzt nicht mehr. Frau Anna Kjærnet bekam die letzten 364,00 Kr., weil ihr Mann vor Weihnachten als Bankdirektor entlassen wurde und es mit seinem Vermögen schief ging. Da er seinerzeit 1.000,00 Kr. gespendet hatte, fanden wir es angebracht, ihm dies zu geben. 560,00 Kr. haben wir für den Bauplatzkauf in Horten (für den Saal) bekommen. Ich gebe dir diese Auskünfte, weil ich weiß, dass du zu diesem Fonds, der zu so großem Segen gewesen ist, beigetragen hast.
Br. E. Aslaksen tut eine gute Arbeit in der Umgebung von Hønefoss. Br. Nils Risnes ist in Kristiania jetzt offenbar an den richtigen Platz gekommen. Er hat eine besondere Gnadengabe zu unterweisen. Doch werden die Jahre und die Prüfungen vorteilhaft auf ihn wirken.
Grüße die Geschwister in Aalesund. Grüße die Geschwister bei euch.
Liebe Grüße von deinem Br.
J. O. SmithEntschuldige, dass der Brief zerknittert wurde.
