Gnade und Friede in Christus Jesus.
Es war gesegnet, dich hier unter uns zu sehen, aber die Zeit vergeht und wir mussten uns wieder voneinander verabschieden. Selig daher, uns dort zu treffen, wo wir nie mehr auseinandergehen müssen.
Es ist eine große Freude, deinen Eifer und deine Treue in unserem gemeinsamen Erlöser, dem Herrn Jesus Christus, zu sehen. Das stärkt das Vertrauen in die Gemeinschaft, weil wir wissen, dass Eifer volle Gewissheit in der Hoffnung bewirkt. Doch nicht, als ob Gottes Wort unzutreffend wäre; denn es gibt einen Eifer, der nach außen ausgeübt wird, der aber nach innen auf uns selbst wirkt, damit das wahr wird, was geschrieben steht: der Eifer um dein Haus hat mich gefressen. Das Geteilte ist nicht das Vollkommene, weshalb unser Eifer nicht über die Maßen über das entbrennen soll, was Stückwerk ist, sondern wir nehmen den Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi und setzen das Stückwerk ein an seinen Platz zusammen mit dem Ganzen – dem Vollkommenen. Was uns am sichersten und schnellsten weg vom „Geteilten“ bringt, ist das Vollkommenste.
Ich habe deinen Brief an Br. Ellefsen gelesen und ich freue mich über das Licht, das Gott dir gegeben hat, lieber Bruder. Ebenso wie ich mit Freude deinen Artikel in Skj. Sk. gelesen habe, der von den meisten wohl kaum richtig verstanden wird - obwohl er in sich selbst die Wahrheit vermittelt.
Was das Ablegen von toten Werken betrifft – oder wenn man so will, von äußeren Werken, glaube ich, dass durch den Leib Gesetze gegeben sind, nach denen diese entfernt werden sollen, sodass man kein Recht hat, etwas außerhalb dieser Gesetze zu unternehmen.
1) Das erste Gesetz gilt Werken des Fleisches (offenbaren Sünden). Gal. 5. Diese machen sich dadurch bemerkbar, dass das Fleisch begehrt. Man wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. Wenn dann die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Dessen müssen wir uns enthalten.
2) Das nächste sind die Werke des Leibes, die durch den Geist getötet werden sollen.
Was wir uns außerhalb dieser beiden Gesetze im Hinblick darauf vornehmen können, dass wir uns von Werken (bösen Werken) enthalten, muss die eine oder andere Art von Knechtschaft werden. Deshalb gaben auch der Heilige Geist und die Apostel den Heiden nicht viele Gebote. Sie baten sie nur darum, sich von Götzenopfer, von Hurerei, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten. Denn wenn wir etwas außerhalb der Gesetze tun, die im und durch den Leib vorgeschrieben sind, dann sind wir nicht anders beschaffen, als dass der Sündenleib dadurch genährt wird, anstatt in den Tod gegeben zu werden.
Mehrere von den Geschwistern in Sarpsborg wollen nun von dem Ganzen weggehen, hat Andresen Aksel am Telefon berichtet, weil sie glauben, dass Pettersen die Situation nicht zu beurteilen versteht. Es ist bedauerlich, dass man keine Gelegenheit bekommt, solchen Leuten zur Hilfe zu kommen. Es gibt ja dort eine ganze Schar, die nichts wollen, und es ist ja sinnlos für diejenigen, die etwas wollen, solche mitzuschleppen. Soweit ich verstehe, wollen sie nun nicht länger darauf warten, bis P. Ordnung in seine Sachen bringt.
In Porsgrund benötigt man auch Wegleitung, aber zuallererst in Sarpsborg. Du musst dich zum Dienst bereitstellen. Gott gebraucht nur solche, die sich zur Verfügung stellen. Andresen sagte bereits im Herbst, dass er es gerne sehen würde, dass du nach Sarpsborg kommst. Seine Adresse ist: Johs. Andresen, Oscarsgt. 52.
Liebe Grüße von uns hier.
Dein ergebener Br.
JohanSchick diesen Brief mit lieben Grüßen an Br. Hansen, Kristiania.
