Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Johan O. Smith

Brief an Aksel Smith, 26.07.1917

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917
„Viking“, Vardø, 26. Juli 1917
Lieber Bruder Aksel,
Friede.

Danke für deinen lieben Brief, aus dem hervorgeht, dass du und die Geschwister aus Drøbak auf der Konferenz in Horten gewesen sind und dass sie alle interessiert waren.

Nun ist Br. Nils Risnes also mit der Tochter von Tito Johansen in Sarpsborg verheiratet – eine jüngere Schwester von Marie Johansen, die schon länger unter uns gewesen ist. Risnes’ Frau soll sehr solide sein, sagt Br. Lohne, der vermutlich die Hochzeit für sie in Haugesund gehalten hat. Interessant, dass Risnes jemanden aus Sarpsborg geheiratet hat. Er fährt jetzt nach Voss zu einer Wehrübung.

Ich kann dich damit erfreuen, dass die kleine Gemeinde hier in Vardø nun anfängt, auf dem ewigen Felsen Fuß zu fassen. Am Sonntag hatten wir zum ersten Mal Abendmahl – eine richtig gute Versammlung. Gestern (Mittwoch) hatten wir wieder Versammlung bei Br. Strømme; sie jubelten vor Freude über die Befreiung aus den Stricken des Jochs, und ihre Gesichter strahlten vor Freude und Dankbarkeit gegenüber Gott, der sie aus der Macht der Finsternis befreit hat und befreit. Eine weitere Frau, die zuvor nicht an einer Versammlung teilgenommen hatte, war zeitweise ganz weiß im Gesicht; aber am Ende betete sie innig zu Gott um Licht. Die Geschwister gehen umher und erzählen in den Versammlungen, dass sie nun „das Licht“ bekommen haben – zum großen Ärgernis derer, die sich dem widersetzen. Susanne Norum ist nun genauso eifrig dafür, wie sie früher dagegen war.

Strømme macht Fortschritte; anfangs lief er hinaus; aber nun sitzt er da und freut sich. Seine Frau und Magda Johansen haben ziemlich viel Erfahrung von der Heilsarmee her; sie sind sehr kluge und einsichtsvolle Menschen. Unterkanonier Andresen war heute Abend zur Gebetsstunde mit uns in meiner Kabine; er hat nun genug Licht, um alle Kosten zu überschlagen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er auf diese Weise recht lange weitermachen kann. Entweder muss er nun hindurchdringen oder uns verlassen. Er betet mit großer Einsicht zu Gott; er betet um tiefere Erkenntnis seiner Sünde und Untauglichkeit, um ein gereinigtes Herz und darum, Gottes Geist zu bekommen. Ich habe über Franz von Assisi gelesen; er war ein gottesfürchtiger Mann, der ein edles Vorbild im Leben war und viele gute Lehren hinterlassen hat. Ich habe daran gedacht, etwas davon in Skj. Sk. hineinzunehmen.

Die Geschwister hier an Land rühmen Br. Ellefsen für seine Arbeit mit ihnen, früh und spät bei jedem Wetter. Er geht mit seinem ganzen Herzen in der Arbeit auf; er hat sogar Arbeit in mehrere Menschen investiert, an denen er für seine Arbeit kaum Freude haben wird. Diese sind nun auf und davon.

In Moldøen gibt es Schwierigkeiten, bei denen Br. Kvalheim und Br. Risnes nicht übereingekommen sind. Oldeide steht hinter Risnes, der jetzt abgereist ist. Ich bekam mehrere Briefe und habe diese beantwortet. Ich habe versucht, alles wieder in Ordnung zu bringen; aber es ist nicht so einfach. Ich glaube, Br. Kvalheim ist etwas nachlässig gewesen.

Grüße dein Haus und die Geschwister.

Liebe Grüße, dein Bruder

Johan