Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Skjulte Skatter 1912-06 - Geistliche Autorität

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Geistliche Autorität

Anhaltende Treue im Kampf gegen die Mächte und Gewalten der Bosheit schafft Autorität. Jeder Gläubige kann sich geistliche Autorität erwerben. Ein wenig Schwachheit bedeutet Bruch der Autorität. Die Pfeiler im Tempel Gottes bekommen ihre Autorität durch ihre unerschütterliche Festigkeit. Gott und die Gemeinde brauchen solche Werkzeuge, die Autorität haben.

Bevor Simson sich von einer Frau betören ließ, war er eine Autorität. Niemand verstand, woher er seine Kraft hatte. Dieses Geheimnis behielt er für sich. Als er aber die Quelle seiner Kraft preisgab, verlor er seine Autorität. Er ließ Unreinheit in sein Allerheiligstes hineinkommen. Es liegt eine Kraft darin verborgen, dass man hingeht und es niemandem sagt, wozu auch Jesus ermahnte. Autorität und Kraft lassen sich nicht voneinander trennen. Sie werden beide verborgen gehalten in dem Geheimnis Christi, das nur denen offenbart werden soll, die tüchtig sind zu unterweisen.

Ein Werkzeug Gottes mit Autorität hat zwei Hauptaufgaben zu erfüllen. Zunächst soll der Betreffende äußere Feinde von der Schafherde fernhalten und dann soll er eine Stütze und ein Helfer für die Gläubigen sein.

Gott muss ihn so sehr geläutert haben, dass weder Schmeichelei noch Verleumdung ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen vermögen.

Werkzeuge mit Autorität von Gott werden von ihren Zeitgenossen oftmals für Toren gehalten. Aber trotz alledem leuchten sie noch lange, nachdem der Nachruf über ihre Zeitgenossen verstummt ist. Sie bilden das Rückgrat in dem Leib, dessen Haupt Christus selbst ist.

Die Welt hat ihre Herren, die in der Finsternis dieser Zeit regieren. Als Gegengewicht hat Christus Pfeiler in seiner Gemeinde auf Erden.

Christus zeigte seine Autorität bis zum letzten Augenblick. Wohl töteten die Menschen seinen Leib, aber seinem Geist konnten sie nicht widerstehen. Sie hatten wohl alle zusammen das Gefühl, einen Fürsten vor sich zu haben, dessen Reich nicht von dieser Welt war. Auch wir werden ermahnt, uns nicht vor denen zu fürchten, die den Leib töten können. Autorität und Furcht sind unvereinbar.

Der Teufel versteht gut, dass göttliche Autorität ein fürchterlicher Gegner für ihn ist. Deshalb macht er es jetzt wie in den Tagen Moses, und schickt seine mit Autorität ausgerüsteten Werkzeuge in die Gemeinde Gottes. 4. Mos. 16, 2; 1. Kor. 4, 15. Diese aber wollen, da es ihnen an Liebe fehlt, nur über die Herde herrschen. Die Schafe werden bei diesen bald die rechte Vatergesinnung vermissen und schließlich werden solche offenbar.