Gottes Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich neulich erhalten habe. Ich sehe daraus, dass du mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt hast. Das ist nicht gefährlich, solange du kämpfst; das Gefährliche ist, nicht zu kämpfen. Ich glaube, Gott wird dir beistehen wie bisher, sodass du nichts zu fürchten hast. Nur müssen du und wir alle die Treue im Geist bewahren.
Deine Schwester Karine war mit Ester und Margith in Horten, als ich zuhause war. Es hat mich wirklich gefreut zu sehen, dass Karine frischer im Geist und stärker im Herrn ist als je zuvor. Wir waren alle einen ganzen Tag lang bei schönem Sonnenschein auf dem „Ræverumpen“. Nils Risnes, sein Bruder, Hansen, Haagensen, Gulliksen, Karl und ich waren an einem Sonntag in Horten zusammen. Wir hatten es richtig gut. Aksel kam später in der Woche. Er will den Streit mit Aslaksen beenden, sagte er, und bat mich, an Aslaksen zu schreiben, dass er wünschte, ein gutes Verhältnis mit ihm zu haben.
Ich bekam heute einen Brief von Nils Risnes und Haagensen, der mich sehr erfreut hat. Sie sind beide in Sarpsborg. Als sie – unbekannt für alle – in S. aus dem Zug stiegen, wurden sie beide mit einem wundersamen Frieden erfüllt. Risnes sagte zu Haagensen: Hier will ich bauen und wohnen. Dann gingen sie los und erkundeten lange Zeit (sicherlich ein paar Tage lang) die Straßen; doch dann fanden sie die Geschwister. Es sind jetzt nur ein paar Schwestern übrig. Br. Risnes übernahm sofort in der ersten Versammlung mit Furcht und Zittern die Leitung. Es ging gut, und die Schwestern standen auf seiner und Haagensens Seite. Jetzt sind die Treuen in S. so froh, dass zwei von den Schwestern reine Freudenbriefe an mich schrieben, dass Gott sie besucht habe. Das waren Kristine Syversen und Martha Langsholdt. Risnes sagt, dass er den richtigen Platz gefunden hat; da will er bleiben und Arbeit suchen. Sie haben den kleinen Saal im „Fremtiden“ gemietet und haben bereits ein kleines Musikkorps, sagt er. Er hörte sich so richtig freudig an. Ich habe ihm geschrieben, dass er die Leitung übernehmen soll; da die Brüder – wenn es welche gibt – sich als untüchtig erwiesen haben. Ich habe die Briefe an Aksel geschickt, der hieraus lernen wird, dass es wenig gibt, auf das man sich bei fleischlichen Menschen verlassen kann. Sie waren eine zeitlang alleine; aber auch das zerbrach. Schw. Willersrud und Jørgine Pettersen, die bei ihr ist, brechen in diesen Tagen auf und ziehen hinaus. Wohin, wissen sie noch nicht. Aksel schrieb ihnen und bat sie, nach Kristiansand S. zu fahren. Vielleicht machen sie einen Besuch in Sarpsborg. Es ist wirklich eine große Freude und ein Trost, dass Gott in diesen Tagen Zeugen erweckt.
Hier geht es ihnen gut und sie haben Versammlungen. In Moldøen begrüßte ich die Geschwister, die eifrig sind.
Lebe wohl im Herrn und grüße die Geschwister dort im Norden. Ich sprach in Horten mit Alsos. Er sagte, dass es im Herbst auf der ganzen Linie Kämpfe geben wird. Vielleicht können wir uns weiter im Süden treffen.
Liebe Grüße, dein Bruder
JohanKristine Syversens Adresse:
Kaufmann Andersen
Jernbanegaten
Sarpsborg.
Nils Risnes’ Adresse:
Torsbeksgt. Nr. 40
Sarpsborg.
