Gottes Frieden.
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief, den ich den Geschwistern hier vorlas, ebenso für Br. Madsens Brief. Er schreibt ja sehr klar. In „Die gute Botschaft“ und im Missionæren hat Kleppe aus Bergen abfällig über die Lehre geschrieben, die Gott uns geoffenbart hat. Er schreibt in „Die gute Botschaft“, dass er auf seiner Reise auch durch Aalesund gekommen ist, wo die Geschwister durch große Kämpfe gegangen seien und wo sich mehrere im Netz der Lehre über Jesu sündiges Fleisch einfangen ließen usw.
Ich habe für Skj. Sk. einen kleinen Artikel über Aalesund geschrieben, um etwas davon zu widerlegen. Ich nehme an, dass dieser in der Aprilausgabe erscheint. Wir liegen nun abwechselnd für jeweils acht Tage hier und in Haugsholmen. Gestern (Sonntag) war ich den ganzen Tag an Land. Wir hatten zwei Versammlungen bei Br. Brune. Es gehen nun in mehreren Geschwistern große Kämpfe vor sich. In der Vormittagsversammlung weinte eine Schwester heftig und gab Zeugnis von ihren Kämpfen. Ihre ganze Natur würde sich auflehnen gegen den Willen Gottes, von dem sie klar verstand, dass sie sich unter diesen beugen musste. Berg und seine Frau haben nicht mitfolgen können, aber ihre Töchter halten treu aus. Risnes hat es noch nie in seinem Leben so gut gehabt, sagt er Mal für Mal; aber er wird bestimmt oft müde sein nach all den Versammlungen, wenn er tagsüber arbeiten soll. Aber er ist so eifrig, dass er sich nicht zuhause hinsetzen kann. Schw. Willersrud kämpft treu und es geht ihr besser als je zuvor, sagt sie.
Br. Brune nennen wir den Gastgeber der Gemeinde, und man kann ihn mit Recht so nennen. Er versteht auch, dass er Verantwortung in diese Richtung hat. Aus Moldøen habe ich eine Weile nichts mehr gehört; aber ich hoffe, es geht ihnen gut. Es sieht so aus, dass du schon eine richtige kleine Mission dort oben in der Finnmark bekommen hast. Grüße diese lieben Geschwister herzlich von mir. Ich erkenne aus den Briefen, dass sie liebenswert im Geist sind. Grüße Br. Madsen auf der „Finmarken“; sein Verständnis war sehr gut und klar. Seinen Brief habe ich den Geschwistern vorgelesen. Gottesfürchtige Menschen verstehen alles; aber der Gottlose versteht nichts.
In Ostnorwegen gab es Schwierigkeiten. Th. Hansen hat mich in einem Brief um Rat gefragt, was getan werden soll. Br. Aslaksen ist dafür beschuldigt worden, Menschen in Knechtschaft zu bringen; besonders Aksel hat ihn hierfür beschuldigt. Ich habe Th. Hansen geantwortet, dass ich in keinster Weise Klage gegen Br. Aslaksen über seine bisherige Arbeit im Dienst des Herrn annehme. Diejenigen, die jammern, sind ein paar Frauen, die ungern ihre Eitelkeit aufgeben wollen, und dann wird diese Lehre Knechtschaft für sie. Lass diejenigen, die sich schmücken wollen, sich richtig herausputzen, denn Gott will keine gezwungenen Diener haben, habe ich an Br. Hansen geschrieben. Du solltest hiervon wissen. Traurig, dass sie nicht selbst den richtigen Kurs halten können, ohne dass man sich bis ins Unendliche abstimmen muss. Dass solche eitlen Frauen so eine Macht bekommen können! Wenn sie leiten dürften, würden sie mit frohem Sinn all das umstürzen, was wir aufgebaut haben. Sie haben es ohne Mühe bekommen und verkaufen es für nichts. Ich habe Hansen geraten, mit starker Hand zu leiten.
Aksels Schwachheit schafft große Verwirrung. Lass dies niemanden lesen; aber du solltest um des Dienstes willen von dem, was vor sich geht, Kenntnis haben.
Grüße Br. Lohne.
Liebe Grüße dein Bruder
JohanIch hoffe, sie meistern die Schwierigkeiten.
