Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Johan O. Smith

Brief an Theodor Ellefsen, 4.02.1916

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917
„Valkyrjen“, Aalesund, den 4. Februar 1916
Lieber Bruder Th. Ellefsen,
Gottes Friede.

Danke, dass du zur Konferenz hierher gekommen bist. Das waren gesegnete Tage, in denen die Geschwister hier gestärkt wurden. Nun ist auch Br. Nils Risnes hierher gekommen. Er hat es noch nie in seinem Leben so gut gehabt, sagt er. Wir waren während mehrerer Versammlungen zusammen, und er kann Gottes Wort richtig klar auslegen. Gott hat hier in Aalesund große Dinge getan. Mehrere von ihnen gehen nun durch das Feuer, von dem Petrus spricht und das kommt, nachdem man erleuchtet worden ist. Die Geschwister von Langevaag haben zur Versammlung ungefähr 5 km zu rudern; aber sie wollen unbedingt kommen; sie haben keine Ruhe. Br. Thorleif Hansen war ungefähr einen Monat lang hier. Danach fuhr er weiter in die Stadt Molde, wo es nun einige Geschwister gibt, die eigentlich aus Aalesund kommen. Ich habe die Hoffnung, dass das Wort des Herrn sich hier in der Gegend weiterverbreiten wird; denn Schw. Gunda Willersrud wird nun freiere Hände bekommen, weil Br. Risnes hierher gekommen ist.

Wir können nur stille stehen und Gottes wundersame Errettung sehen; dass er uns wirklich eine solche Güte beweisen will. Wenn wir uns nur unter seine gewaltige Hand demütigen, dann ist es an ihm, uns zu seiner Zeit zu erhöhen. Br. Risnes bat mich gestern Abend, als ich mich verabschiedete, dass ich dich und Br. Lohne herzlich von ihm grüßen soll. Morgen sollen wir nun nach Haugsholmen und bleiben dort bis zum 10. oder 11. des Monats. Von dort geht es für ein oder zwei Tage nach Bergen und dann nach Haugesund. Dann habe ich Urlaub; aber wir werden ja trotzdem ca. 14 Tage in Haugesund zusammen sein können.

Ich habe einen Brief von Br. Birkeland bekommen, in dem er berichtet, dass Berg die Hälfte der Schar in Kristiansand mitgenommen und eigene Versammlungen gehalten hat. Es ist eine Schande, dass so etwas vorkommt. Aber es zeigt sich, dass nicht viele zum Werk des Dienstes tüchtig sind. Es ist heute dasselbe wie früher, dass, wenn man das Seine sucht, es dann schlecht geht. Du siehst, es hängt einem Jahr und Tag an, wenn man sich nicht in Demut vor Wahrheit und Recht beugt. Doch glaube ich nicht, dass eine besondere Gefahr in Kristiansand entstanden ist, denn die Geistlicheren verstehen das Verhältnis bestimmt. In Sarpsborg hat Br. Pettersen wieder im Missionshaus angefangen, wo er das verkündigen will, was er erkannt hat, sagt er. Bruder Andresen in S. sucht einen Platz bei Rjukan oder Notodden. Es sollte jemand in Sarpsborg sein, der sich der Geschwister annehmen kann. Br. Andresen hat nicht vermocht, mit ihnen richtig umzugehen. Der Arbeiter sind wenige. Aalesund hat nun, soweit ich verstehe, sehr tüchtige Kräfte für die innere Arbeit. Hoffen wir, dass alles gut geht.

Grüße Br. Lohne. Sei herzlich gegrüßt.

Dein Bruder

Johan

6. 2. 1916. Haugsholmen

Danke für deinen Brief, der ankam, nachdem der obige geschrieben war. Ich sehe, dass du kurzfristig an einer Versammlung in Kristiansand S. bei Marie Gundersen teilgenommen hast und dass dein Zeugnis dort den beiliegenden Brief von Br. Berg verursacht hat. Ich habe deine Antwort an ihn gelesen und finde sie klar und einfach, wie es in dieser Angelegenheit sein sollte. Wenn du mit dieser Sache Weiteres zu tun bekommst, dann fahre nur weiterhin klaren Kurs in derselben Spur, wie du angefangen hast. So Gott will, sehen wir uns in Haugesund. Ich habe nach meiner Beurlaubung am 12. des Monats drei Monate an Bord. Diese Zeit werden wir vermutlich in Haugesund sein.

Dein im Herrn vereinter Bruder

J. O. S.

Anbei die Briefe an dich zurück.

Ich habe nun an Br. Berg geschrieben und ihn ermahnt, sich mit Br. Birkeland zu versöhnen. Ich habe ihm nahegelegt, auf sich selbst Acht zu haben. Seine schwache Seite ist es, das nicht zu tun.

Ich habe ihm in Liebe geschrieben und hoffe, dass es gut geht; denn er ist nicht so hart, wie er zu sein scheint.