Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917

Johan O. Smith

Brief an Aksel Smith, 30.11.1915

Gesammelte Schriften Band 2 • 1912 - 1917
Haugesund, 30. 11. 1915
Lieber Bruder Aksel,
Gottes Friede.

Nun sitze ich im Zimmer bei Br. Risnes und spreche mit ihm über seine Reise nach Aalesund. Die Sache ist die, dass Risnes jetzt eine Stelle als Schmied in Aalesund sucht. Er will mit Freude dort hinziehen, um gemeinsam mit den Geschwistern gute und böse Tage zu erleben. Ich bin sehr froh darüber, da ich glaube, dass R. genau der richtige Mann ist. Doch wollte ich gerne, dass er vor seiner Abreise die Geschwister in Ostnorwegen besucht, um gemeinsam mit ihnen im Glauben gestärkt zu werden und sie persönlich kennenzulernen. Wenn er nun erfährt, ob er eine Stelle in Aalesund bekommt, wird er vielleicht mit dir wegen eines kleinen Besuchs in Ostnorwegen Verbindung aufnehmen. Er will es sich überlegen, sagt er. Gott lenkt alles wunderbar.

Ich habe gestern einen Brief von Bruder Haagensen erhalten, der mit Br. Kvalheim in Bergen gesprochen hat. Kvalheim freute sich darüber, dass er Hansen treffen würde. Wir haben von hier, wie du vielleicht weißt, ein Telegramm an Hansen geschickt. Aus eigenem Antrieb hat Haagensen einen Versetzungsantrag gestellt, mit der „Frithjof“ in der Finnmark stationiert zu werden – eine Stelle, von der sich alle wegversetzen lassen wollen. Sein Antrag wurde auch bewilligt und er geht heute an Bord. Er löst auf diese Weise Br. Ellefsen von aller geistlichen Arbeit dort im Norden ab. Zuvor ist er mit der „Heimdal“ in Bergen gewesen; jedoch hat es sich gezeigt, dass Bergen verschlossen ist – keine offenen Türen. Haagensen ist einer dieser nach innen gekehrten Menschen, die nicht danach fragen, was Menschen meinen oder glauben. Ich glaube, er wird zu großem Nutzen sein. Er schreibt mir, dass er bereits eine so umfangreiche Korrespondenz mit den Brüdern hat, dass er mehr Ruhe und Zeit für die geistliche Arbeit benötigt, und diese glaubt er, an Bord der „Frithjof“ zu bekommen.

So legt sich nun alles zusammen nach dem Willen des Herrn zurecht. Wenn Gott dafür ist, wer kann dann dagegen sein? Von Br. Kvalheim habe ich wieder einen Brief bekommen, er freut sich mehr als je zuvor. Kvalheim ist eine von diesen schwachen, aber herzlichen Seelen, die sich so innig in der Wahrheit freuen.

Grüße dein Haus und die Geschwister.

Liebe Grüße, dein Bruder

Johan

Lieber Br. Aksel Smith,

mit Br. Smiths Erlaubnis möchte ich diesem seinem Brief ein wenig hinzufügen. Ich habe nun die große Freude gehabt, Ihren Bruder bei uns hier in Haugesund zu haben, und dies ist zu großer Ermutigung und Stärkung im Glauben für mich gewesen. Ich habe schon längere Zeit das Verlangen gehabt, mit den Brüdern zusammen für Gott zu arbeiten. Und da nun Gott, wie es aussieht, für diese wertvollen Wahrheiten die Türen auftut, ist ein Sehnen in meiner Seele, für die Verbreitung der Wahrheit arbeiten zu dürfen und um – wenn möglich – für diese Seelen, die Gott zu Licht und Erlösung herausführt, eine gewisse Hilfe zu sein.

Ich würde Ihnen später gerne schreiben.

Liebe Grüße

Br. Nils Aa. Risnes.