danke für deinen lieben Brief sowie für das Manuskript von Br. Berg. Es ist, wie du sagst, nicht leicht zu verstehen, was Berg meint, außer man kennt ihn. Ich verstehe ja, worauf er hinauswill, und er meint es gut; aber andere bekommen kaum Licht davon. Es gibt auch eine Menge Sätze, die sprachlich und vom Satzbau her fehlerhaft sind. Du musst es liegen lassen, denn es ist ja nicht möglich, es ins Blatt hineinzunehmen.
Skj. Sk. ist ein Monatsblatt, für das schwierig Inhalt zu bekommen ist. Ich habe viele Male den Stift zur Hand genommen, um etwas zu schreiben; aber ich kann nichts tun, ehe Gott mich speziell treibt. Von Br. Aslaksen und Br. Hansen hört man wenig.
Ich habe früher schon einmal von hier geschrieben und von der Situation hier berichtet. Br. Brune erzählte gestern, dass einer der Gegner zu G. W. gekommen war, um ihr Geld zur Unterstützung anzubieten; aber sie hat ihn abgewiesen.
Ich höre, dass du mit Br. Kvalheim einig bist, dass auch in finanzieller Hinsicht etwas getan werden sollte, um die Wahrheiten Gottes verbreiten zu können. Hier am Ort sind die meisten von denen, die die Wahrheit angenommen haben, nur arme Fabrikarbeiterinnen; aber sie sind eifrig.
Wir warten nun jeden Tag darauf, dass eine ordentliche Generalversammlung abgehalten wird, in der die Entscheidung über das Haus getroffen werden soll; denn jetzt sind alle Eismeerfischer heimgekommen.
Ich lege einen Brief von Br. Johan Lohne bei, der mit Br. Berg einiges gemeinsam hat. Er hat jetzt eingelenkt, wie du siehst, und hat sogar an Barratt geschrieben. Von hier ist eine Delegation von zwei Mann bei Barratt gewesen, das waren Kvalsvik und Relling. Im „Korsets Seir“ (Sieg des Kreuzes) hat Relling einen Artikel aus Aalesund geschrieben – ziemlich kurz. Die vornehmsten Kräfte in der Versammlung hier sind die bittersten Gegner geworden; und das Ganze ist auf den Kopf gestellt. Das Bemerkenswerte ist, dass die Verkündigung von Gottes Wort vermocht hat, all dies zu tun. Wir kamen diesmal am 5. Oktober – statt am 15. September – hier an. Die Gegner freuten sich, dass die „Valkyrjen“ nicht kam, und sie freuten sich noch mehr, als sie hörten, dass wir ebenso wie der Zerstörer „Troll“ an einer Anlegestelle weiter draußen im Meer liegen sollten. Aber Gott wollte das nicht so, und nun haben wir an einem Kai mitten in der Stadt festgemacht. Zwei Schwestern aus Aalesund besuchen die Versammlungen von Hansen in Kristiania, wo es ihnen gut gefällt. Bitte Hansen, dass ein paar Schwestern sich ein wenig ihrer annehmen. Ich warte darauf, Näheres über die Sparbüchsen zu hören. Jemand müsste wohl den Inhalt verwalten.
Liebe Grüße, dein Bruder
Johan