Gottes Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich neulich erhalten habe. Ich soll von den Brüdern auf der „Tordenskjold“ grüßen. Br. Kvalheim hat sie auf dem Panzerschiff besucht und wir sind hier an Bord zusammen gewesen. Wir sind auf der Slipanlage. Kvalheim bleibt 5 bis 6 Tage hier und reist in naher Zukunft nach Haugesund; er freut sich darauf, dich dort zu treffen. Er will nach Kristiania, und dabei besucht er während einiger Tage die Städte in Richtung Süden. Im Übrigen bin ich froh darüber, dass er dich treffen wird.
Gott steht hinter der Arbeit, seinem Namen sei Lob und Preis. Doch auf lange Sicht zeigt es sich, dass die Form der Lehre nicht ausreicht, wenn man ihr nicht gehorcht. Worauf es ankommt, ist ein gottesfürchtiges und heiliges Leben. Wo ich hingehe, wisst ihr, und den Weg wisst ihr. So gilt es nun für uns als seine Schafe, seine Stimme zu hören und dieser zu gehorchen.
Morgen werden wir von der Slipanlage gehen, und am Donnerstag fahren wir voraussichtlich zurück nach Moldøen, um Mitte Juni wieder nach Aalesund zu fahren.
Ich weiß nicht mit Sicherheit, wie die Adresse von Br. Risnes ist, daher schicke ich die Briefe zurück an dich. Es ist gesegnet mit all der Arbeit, die ausgeführt wird; aber ich glaube nicht, dass es vorteilhaft ist, sofort dies hervorzuheben, dass Gott die Sünde in Christi Fleisch verdammte. Man kann darin einen Anlass finden, aus der Sache eine Streitfrage zu machen. Es gibt viel zu verkündigen im Hinblick auf die Freimachung vom Gesetz durch den Leib Christi, die Leidensgemeinschaft Christi, die Gleichgestaltung mit ihm in seinem Tod usw., bevor man auf den Kern der Sache kommt und erklärt, warum dies notwendigerweise so sein muss.
Was man zuallererst braucht, ist Gottesfurcht, und ist diese vorhanden, kann man damit anfangen, die Geheimnisse der Gottesfurcht zu ergründen. Aber lehre sie zuerst, Gerechtigkeit zu tun, sich selbst von früheren Sünden zu reinigen, dann wird die Weisheit von selbst kommen. Schreibe hierüber an Schw. Dannell, sodass sie lernen kann, auf eine richtige Art und Weise zu arbeiten.
Es war eine große Freude, dich in Haugesund zu treffen; möge Gott unsere Wege in allen Dingen recht leiten, zur Ehre seines Namens.
Liebe Grüße, dein Bruder
JohanP.S.
Adam vor dem Fall war nicht aus Furcht vor dem Tod während seines ganzen Lebens in Knechtschaft, sodass er Befreiung brauchte. Hebr. 2, 15. Auch die Engel lebten nicht in einer solchen Knechtschaft und Furcht. Abrahams Nachkommen hingegen lebten aus Furcht vor dem Tod in Knechtschaft und brauchten Befreiung. Beachte: die Nachkommen Abrahams – eines Mannes, der mehrere hundert Jahre nach dem Sündenfall lebte und der die Folgen des Sündenfalles in seinem eigenen Leib trug. Die Nachkommen dieses Mannes brauchten Befreiung, daher nahm Jesus Christus Fleisch von seinen Nachkommen an, halleluja. Also nicht Nachkommen von Adam vor dem Fall, auch nicht von den Engeln.
