Gottes Friede.
Danke für deinen lieben Brief. Kürzlich schickte ich einen Brief an Aksel. Ich bat ihn, dir den Brief weiterzusenden. Dabei ging es um einen Br. Kvalheim, der anfängt, sich im Licht zu freuen. Heute Abend hätten wir eigentlich Bibelstunde gehabt, aber hier bläst es mehr denn je auf der Fahrt, sodass wir keinen Landgang bekommen. Br. Kvalheim hat die Lehre der Adventisten gelesen, und nun ist er damit beschäftigt, diesen Sauerteig hinauszureinigen. Immer wieder schaut er zurück in den Adventismus, wird aber täglich mehr und mehr gereinigt. Er freut sich in der Wahrheit und wir freuen uns zusammen. Kvalheim ist Vertreter für Limonade-Essenzen und betreibt selbst eine Limonadenfabrik. Br. Oldeide bat mich, ihn zu besuchen. Er ist menschlich auf jegliche Weise ein sehr vorsichtiger und gebildeter Mann im Alter von 25 Jahren. Um Neujahr wird er von Trondheim aus in Richtung Süden eine Geschäftsreise antreten und will dann Kristiania, Hønefoss, Drøbak und Horten besuchen. Möge Gott ihn in der Gnade stärken und ihn tüchtig machen.
In der Welt werdet ihr Trübsale haben. Etwas davon bekommen wir zu spüren; doch Gott sei gedankt, wir können uns mit Paulus in der Trübsal freuen, da diese eine ewige und gewichtige Herrlichkeit schafft. Gott stand mir gnädig bei, während ich Br. Kvalheim Sein Wort verkündigte, sodass dieser Bruder Mal für Mal überzeugt wurde und sich wie ein Kind gefreut hat.
Seit ich in Bergen mit Br. Moe sprach, habe ich oft an ihn gedacht. Es ist beeindruckend, wie er gewachsen ist, und seine Liebe im Geist erfreut mich immer noch. Es hat ihn gestärkt, einsam zu sein, sagte er; und das glaube ich auch. Was er gehört hat, kommt dann wieder und so arbeitet Gottes Geist in der Stille.
Br. Kvalheim sagt, dass es der Küste entlang viele gibt, die darauf warten, ein vollkommeneres Evangelium zu hören. Dasselbe sagten zwei Brüder in Aalesund. Jetzt haben wir Kontakte in Haugesund, Moldøen und Trondheim. Ich habe all diesen Brüdern von den Brüdern in Ostnorwegen erzählt, und sie haben Liebe zu ihnen bekommen.
Br. Kvalheim bekam vor zwei Tagen einen Anfall von Adventismus, und wir gerieten wieder in scharfe Auseinandersetzungen. Aber als ich heute mit ihm sprach, freute er sich wieder und sagte, dass er gestern Abend so bedrückt und erschöpft war, dass er außergewöhnlich früh ins Bett gehen musste. Heute war er jedoch wieder getrost und froh.
Bete zu Gott für ihn und die Brüder in Haugesund, sowie für Johan Olsen in Trondheim. Bete auch für mich, dass Gott hier in Westnorwegen, wo wir hinkommen, Türen für das Wort öffnet.
Grüße die Geschwister in Hønefoss, deine Mutter und Judith. Schreib etwas für Skj. Sk.
Liebe Grüße
JohanPauline hat das Monatsblatt verschickt, während Karl und ich weg waren. Aber jetzt ist Karl wieder zuhause.
