Der Heilige Geist und das Wort
„Und ihr seid unserm Beispiel gefolgt und dem des Herrn und habt das Wort aufgenommen in großer Bedrängnis mit Freuden im Heiligen Geist.“ 1. Thess. 1, 6.
Der Herr und die Apostel nahmen unter Bedrängnis das Wort im Heiligen Geist an. Das Wort und der Heilige Geist sind also zwei verschiedene Dinge. Es gibt in unseren Tagen viele, die den Heiligen Geist angenommen haben, die aber nicht das Wort in demselben Geist annehmen.
Vom Wort heißt es, dass es Fleisch wurde und unter uns wohnte. Joh. 1, 14. Aber nirgends heißt es vom Geist, dass er Fleisch wurde. Das Wort, das Gott sendet, kann man nur im Heiligen Geist annehmen und verstehen. Das Wort ist Fleisch und Bein in dem geistlichen Bauwerk, das wir nach und nach durch Offenbarungen von Gottes Wahrheit im Geist empfangen haben. Der Geist ist nicht die neue Kreatur, sondern das Wort, geboren aus Wasser und Geist, ist unser Leben in Christus.
Wenn jemand den Heiligen Geist bekommen hat, so sollte er dabei nicht stehenbleiben; denn der Geist kann gedämpft werden. Sondern wir sollen in diesem Geist das Wort erfassen, und es wird uns zu persönlichem Leben.
Der Geist verherrlicht nicht sich selbst; er redet kein einziges Wort von sich selbst. Dagegen redet er das, was er hört, denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen. Joh. 16, 14. Der Geist empfängt das Wort und bringt es für uns hervor. Nehmen wir dann das Wort nicht an, wird der Geist uns nicht zum Nutzen sein können.
Es hilft wenig, wenn man vor acht bis zehn Jahren den Geist empfangen hat und in der Zeit danach das Wort nicht angenommen hat, um dessentwillen der Geist gesandt worden ist. Viele gehen hier in die Irre, und geben sich mit dem Geist zufrieden. Gottes Geist ist jedoch nicht damit zufrieden, dass er nicht mit ihnen arbeiten kann; denn sein Begehren ist Leben und Friede. Aber der Weg zu Leben und Friede geht durch Wasser und Blut. 1. Joh. 5, 8. Jeder, der das Zeugnis Gottes in sich hat, empfindet das bewusst oder in seinem Unterbewusstsein.
Das Wort wurde Fleisch. Dieses Fleisch war dieser Same der Frau, der der Schlange den Kopf zertrat, indem es in der Kraft des ewigen Geistes geopfert wurde. Gott aber hat Christus durch das Blut des ewigen Bundes von den Toten heraufgeführt. Hebr. 13, 20. Dieser Bund ist ewig; und der Geist bringt das ewige Leben (das Wort) durch das Blut des Bundes hervor.
Der Geist ist in sich selbst nicht das Blut des Bundes, sondern er zeugt von diesem Blut und will von nichts anderem wissen. Der Geist kann ohne dieses Opfer keinerlei Frucht hervorbringen; und unser Leben ist vergeblich, wenn wir nicht im Geist das Wort annehmen, das der Geist redet.
