Gottes Friede.
Danke für deinen lieben Brief, den ich nun an Aksel in Drøbak weitersende. Es ist eine Freude, von den Geschwistern zu hören, jetzt, wo wir uns in diesen einsamen Gegenden befinden. Br. Andresen in Sarpsborg hat jetzt in einem Brief an mich sein Herz geöffnet, dass er Schulden hat und dass ihn dies bedrückt. Diesen Brief sandte ich an Aslaksen, der ihm 50,00 Kr. schickte. Ich habe ihm neulich 10,00 Kr. geschickt, und dann haben wir die Frauenvereinigung in Horten ersucht, ihm ein wenig zu helfen. Aslaksen sandte den Brief von Andresen an Aksel. Ich lege einen Brief von Aksel bei.
Gott ist unser Trost in diesen Tagen. Hätten wir nicht ihn, bei dem wir mit all unseren Anliegen Zuflucht suchen können, würde es finster aussehen; aber im Finstern ist uns der Herr wie das Licht am Mittag. Selig jeder, der dieses Licht gefunden hat. Es freut mich, dass es dir gut geht und dass du welche getroffen hast, die Gott fürchten. Doch auch du vermisst jemanden, mit dem du über die inneren Wege reden kannst. Ja, diese Wege sind verborgen und werden nur offenbart, indem man in sie hineingeht. Und in sie hineinzugehen, ist Weisheit. Wer findet sie? Die Weisheit ist nicht einmal für die Seele offenbar, die sich in der Gnade befindet. Man findet sie nur bei denen, für die die Gnade nicht vergeblich gewesen ist. Denn die Weisheit ist das Leben Christi.
Hier gibt es niemanden, mit dem man reden kann. Die Torheit sitzt auf dem Thron. In Aalesund fand ich jedoch in der Gemeinde Christi zwei Männer, die die Wahrheit verschlangen und sich über sie freuten, aber ich hatte nur zweimal die Gelegenheit, sie zu treffen.
Gott steht hinter dieser Arbeit; das kannst du aus Aksels Brief erkennen. Helga Haanes beginnt nun wieder zu erwachen, was eine Freude ist.
Ich habe an den „Leib“ gedacht und an die Sünde außerhalb des Leibes. Der Gottlose vereinigt sich ja mit der Sünde außerhalb des Leibes und geht dadurch aus dem Leib hinaus. Er verlässt seine eigene Wohnung, wie Satan. Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass der Gottlose meistens seine Wohnung (den Leib) verdirbt. Wer sich voll und ganz im Leib befindet, wird ihn bewahren. Wir sind mit einem Geist getauft, um ein Leib zu sein. Der Geist sammelt zum Leib und weist den Weg durch diesen hindurch; aber die Mächte der Bosheit führen weg vom Leib und dahin, ihn zu verderben. Der Mensch der Sünde (der Antichrist) ist, bereits während er sich im Leib befindet, dem Geist nach ganz aus dem Leib hinausgeführt. Dies bedeutet, dass er in Gottes Tempel sitzt (in dem Leib, der nach dem Bild Gottes geschaffen wurde). Wie dies vor sich gehen kann? Eben dadurch, dass man die Sünde mit, in und durch seinen Leib genießt. Dadurch wird der Leib teilweise untauglich dafür, mehr Wollust hervorzubringen. Man muss weiter in den Leib hineingehen, um die edleren Teile zu verderben (geistlich gesprochen). Auf diese Weise geht man durch Genießen Schritt für Schritt aus dem Leib hinaus; während man im Gegensatz dazu durch Selbstverleugnung den Platz im Leib bis hin zur ganzen Fülle Gottes einnimmt. Ebenso wie man durch Weisheit auf den inneren Wegen vordringen und den Leib mit aller Erkenntnis Gottes füllen kann, wird der Gottlose den Leib mit aller Torheit füllen. Dies durchtrennt alle Verbindungen zum Leib und man befindet sich in Übereinstimmung mit der Sünde außerhalb. Christi Blut, das den Leib bindet, kann nicht wirken. Auf diese Weise können die Feinde Christi zu einem Schemel seiner Füße gesammelt werden (also außerhalb des Leibes). Vielleicht ist das schwer zu verstehen, doch Gottes Geist wird es näher erklären, wenn Zeit und Gelegenheit dafür da sind. Wir verstehen stückweise. Und was wir nur vage sehen, können wir nur vage erklären. Doch wird das Vage bald in vollem Licht erstrahlen.
Liebe Grüße.
Dein ergebener Bruder
JohanAdr.: Aalesund
