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In Christi Tod geschah ein Werk, das die Engel begehrten zu schauen. Hier starb einer für alle, weshalb wir überzeugt sind, dass sie alle gestorben sind. Gott ist ein Retter aller Menschen, besonders der Gläubigen. Der Leib ist tot; daher ist alle Sünde, die der Mensch begeht, außerhalb des Leibes. Nun sind wir abgewaschen am Leib mit reinem Wasser, indem uns unsere Sünden vergeben sind. Die Sünde außerhalb des Leibes ist entfernt. Wir befinden uns also in dem Leib, der der Leib Christi ist, denn es gibt nur einen Leib. In diesem Leib, der die Gemeinde ist, führt der Mittler seinen Mittlerdienst aus. Der Mittler ist ganz von Anfang an wirksam. Alle, die sich im Geist befinden, sind mit dem einen Geist getauft, um ein Leib zu sein. Hier ist ein irdischer Leib gemeint. Dieser irdische Leib kann dann nicht der Sünde dienen, genauso wie Christi irdischer Leib nicht der Sünde diente. Wir sind Fleisch von seinem Fleisch und Bein von seinem Bein; dies ist Christus und die Gemeinde. Es heißt: Die Entschlafenen in Christus. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Also befinden wir uns auch im Tod im Leib des Herrn; welch ungeheure Freude! Im Leib können wir von Licht zu Licht, von Kraft zu Kraft gehen; indem das Blut Christi, das das Blut des Leibes ist, uns von aller Sünde reinigt. Daher kommt es wiederum, dass es bei der Auferstehung der Toten Unterschiede gibt. Denn einer hat den Glanz der Sonne, ein anderer hat den Glanz des Mondes und ein Stern übertrifft den anderen an Klarheit. Alles innerhalb des Leibes. Er ist seines Leibes Heiland. In ihm wohnt nun die ganze Fülle Gottes leibhaftig, Kol. 2, 9; denn er besiegte alle Mächte im Leib. Gott hat nun Christus mit seinem Leib auferweckt, weshalb auch wir, die wir in seinen sterblichen Leib eingesetzt sind, auch in seinen auferstandenen Leib eingesetzt sind. Er hat uns mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus. Aus diesem Leib soll die Braut genommen werden, genauso wie Eva von Adam genommen wurde. Wir verstehen also, dass wir nun mit seinem Leib identisch sind. Aber weil wir immerdar in den Tod gegeben werden um Jesu willen, damit sein Leben offenbart werden kann an unserem sterblichen Fleisch, werden wir in der Auferstehung nur in dem Maß mit ihm vereint, wie wir mit ihm in seinem Tod vereint sind. Christus starb in Schwachheit, auch wir sind schwach in ihm. Christus wurde für uns zur Sünde gemacht. Wenn wir richtig schwach werden, dann scheint uns, dass die Menschen im guten Recht sind, wenn sie uns verspotten; wir haben es wohl verdient. Wir haben es verdient, dass man allerlei Böses über uns redet; wir haben es verdient, dass man auf uns herumtrampelt. Dies gibt uns ein Gefühl dafür, was es bedeutet, zur Sünde gemacht zu werden. Paulus wünschte, verbannt zu sein für seine Brüder; dies wünschte er im Geist. Wenn doch ihr alle Recht hättet, dachte und wünschte er, und ich hätte Unrecht. Ihr seid die Menge: Wenn es doch alles wahr wäre, was ihr sagtet, und ich nur Lüge wäre.
Du bittest mich zu sagen, was ich davon halte, dass ihr vorhabt, nach Kristiania umzuziehen. Was Vater angeht, finde ich, dass er Ruhe haben soll, jetzt, wo er so alt ist. Die wenigen Jahre, die er noch zu arbeiten hat, soll er in Ruhe leben und sich nicht weitere Schwierigkeiten aufladen. Wenn er nach Kristiania will, dann kann er dort hinziehen, wenn er Pensionär wird. Aber was dich betrifft, sieht die Sache ja anders aus. Es stimmt, dass es in Kristiania für eine Zeitschrift größere Möglichkeiten gibt, ebenso für eine Praxis. Eine Zeitschrift von Wert würde gut tun und hätte Zukunft. Ich kann 3 Monate Beurlaubung bei voller Besoldung beantragen und mithelfen – wenn es klemmt – und nach den 3 Monaten bis zu einem Jahr bei halber Besoldung. Hier werden jedes Jahr eine ganze Reihe Unteroffiziere beurlaubt, daher bin ich jetzt an der Reihe, wenn ich es nur beantrage. Aber nun soll ich von Mai bis ca. 4. Januar 1909 auf See. (Vermutlich mit der Tordenskjold als Schiffsunteroffizier.)
Gott selbst wird seine Arbeiter in seinen Weinberg aussenden. Wenn man so hinausgeschickt wird, ist man wie von der übrigen Welt abgeschnitten und hat dann alle Hände voll zu tun, so dass man genug für den ganzen Tag bis weit in den Abend hinein hat.
Grüße an dich und alle zuhause.
Dein Bruder JohanVielen Dank für das schöne Bild; es war ausgezeichnet.
