danke für deine Briefkarte, deren Inhalt kurz aber gut war. Ich sehe daraus, dass du Ja zu Jesus gesagt hast. Das war eine Freudenbotschaft. Es ist Freude im Himmel und Freude auf Erden über jeden Sünder, der sich bekehrt. Nun erst wirst du die Freude und den Frieden erfahren, die dir die Welt nicht hat schenken können. Gehe jetzt nur direkt auf Gottes Wegen voran und schau nicht hinter dich wie Lots Frau. Fahre fort damit, Ja zu Jesus zu sagen, denn er übertrifft alle Erkenntnis. Vergiss nun, was dahinten ist, und strecke dich aus nach dem, was vorne ist, jage nach dem Kleinod, das im Himmel auch für dich bereitgehalten wird. Verwirf die Welt in all ihren Erscheinungsformen und trachte nie nach Dingen auf der Erde, sondern jage nach den Dingen, die droben sind; denn das Himmelreich besteht in Gerechtigkeit, Friede und Freude in dem Heiligen Geist. In die Tiefen dieses Reiches hinein treibt uns der Geist Gottes, sodass der Friede wie ein Wasserstrom und die Gerechtigkeit wie Meereswellen wird. Widerstehe nie dem Geist Gottes, sondern lass dich immer von ihm treiben und leiten, denn er vermag dich in alle Wahrheit zu leiten. Fürchte dich nicht, wenn du in Feuerprüfungen kommst, denn Gold wird im Feuer geläutert. Das Feuer wird dich nicht verzehren und die Wasser werden dich nicht ertränken.
Suche immer Nahrung für das Leben des Geistes. Nahrung für das Leben des Geistes besteht in Leben und Friede, denn das Trachten des Geistes ist Leben und Friede. Prüfe die, die da sagen, sie seien Juden – vielleicht findest du heraus, dass sie an Herz und Ohren unbeschnitten sind. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist der Gemeinde sagt. Mache deshalb dein Ohr weit auf für die Stimme des Sohnes Gottes, sodass du die Stimme des Hirten eindeutig und klar von der Stimme des Mietlings unterscheiden kannst. Begnüge dich nicht damit, nur ein wenig religiös im Äußeren zu werden und im Inneren genauso weltlich zu bleiben. Meide solche Torheit. Zeige immer klare Flagge und verbünde dich nie mit der Welt. Hier muss man radikal sein, denn Christus und Belial, Gott und die Welt können nie vereint werden. Schäme dich nie des Namens Christi, sondern bekenne ihn frei und offen, damit deine Freimütigkeit zunehmen und die Belohnung groß werden kann. Denke daran, dass Paulus, Elia und alle Männer Gottes Menschen waren wie wir. Stehe daher felsenfest in der Reihe und kämpfe unter den Männern Daniels.
Wenn es dir an Weisheit von Gott mangelt, so bitte darum, denn er gibt gern und ohne Vorwurf. Doch als großen Vorwurf sagt der Apostel: Die meisten wissen nichts von Gott. Willst du von Gott lernen, dann gehe mit ihm um; denn mit wem du umgehst, dem wirst du gleich.
Fahre damit fort, Ja zu Jesus und Nein zu dir selbst und Nein zur Welt zu sagen. Tust du das, dann wird deine Rede nur Ja und Nein, und du weißt, dass alles darüber hinaus vom Teufel ist.
Mein Zeugnis ist: Gott hat mir seinen geliebten Sohn geschenkt, der durch den Glauben in meinem Herzen wohnt. Durch den Glauben an ihn ist der Friede wie ein Wasserstrom. Ich möchte mich allein in ihm und in meiner Schwachheit rühmen. Denn er hat mich durch Feuer und Wasser gehen lassen, aber immer habe ich durch unseren Herrn Jesus Christus Sieg gewonnen.
Er züchtigt, welchen er liebhat, und er stäupt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. Je größer man in der Welt werden will, desto mehr Zucht und Ausbildung. Genauso auch im Reich Gottes: Je weiter du in das Göttliche eindringen willst, desto enger wird es für dein Leben in dieser Welt, aber desto mehr werden Augen und Ohren für die Kräfte der zukünftigen Welt geöffnet. Daher heißt es auch: Wer sein Leben in dieser Welt verliert, der findet das Leben.
Nun hast du ein ausgedehntes Land und ein weites Feld vor dir. Geh nur vorwärts und fürchte dich nicht – der Herr ist mit dir. Die Mauern Jerichos werden fallen und die Einwohner flüchten und jedes Stück Land, das du einnimmst, gehört dir. Christus hat alle Gewalt im Himmel und auf Erden, er hat die Schlüssel der Hölle und des Todes. Selbst die Hölle ist unter seiner Kontrolle, ebenso der Tod. Daher haben wir recht getan, wenn wir zu einem so mächtigen Fürsten Ja gesagt haben.
Bitte schicke mir wieder ein paar Worte. Diese Woche werde ich – so Gott will – auf Schwiegervaters Anwesen umziehen, wo ich 3 Zimmer und die Küche renoviert habe. Nun ist es richtig schön dort.
Ich habe das Anwesen noch nicht gekauft, aber werde die laufenden Kosten usw. ab dem 1. Juli übernehmen. Ich möchte mit dem Kauf noch warten, bis man sieht, wie die politische Krise ausgeht.
Grüße zuhause und sei selbst aufs Beste gegrüßt von deinem Bruder
JohanSchreibe bald.
Adr. Søndre Enggade 9.
Adr. nach dem 1. Juli: Nordre Enggade 8.
