Beitrag in der Rubrik „Fragen und Antworten“
Antwort 1: Christus wohnt durch den Glauben im Herzen; wenn der Mensch aber keinen Glauben hat, dann wohnt er selbstverständlich nicht im Herzen. Dass er auf keine andere Weise ins Herz hineinkommen kann, wird dadurch bewiesen, dass es ohne Glauben unmöglich ist, Ihm zu gefallen, Hebr. 11, 6; und dass es nur einen Glauben (den Glauben Jesu Christi, des Sohnes Gottes) gibt, wissen wir daher, dass Jesus eine Person ist, und eine Person kann nur einen Glauben haben; denn es ist so, wie geschrieben steht: ein Herr, ein Glaube. Eph. 4, 5. In Verbindung mit den „Tagen der Apostel“ wissen wir, dass Gott gestern und heute und in Ewigkeit derselbe ist.
2. Eph. 1, 13. „[...]in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist.“ Daran sieht man, dass die Versiegelung stattfand, als der Glaube anfing. Doch wir wissen, dass Er der Anfänger und Vollender des Glaubens ist. Der Geist ist in der Lage, uns in alle Wahrheit zu leiten. Doch dass wir nicht plötzlich und sofort im Besitz der ganzen Wahrheit sind, sieht man daran, dass wir zur vollen Mannesreife, zum vollen Alter Christi heranwachsen sollen, dass wir nicht mehr Kinder sein sollen usw. Eph. 4, 13. In Christus wohnt die ganze Fülle Gottes leibhaftig. Das ist die Fülle des Geistes und das, wozu wir heranwachsen sollen; das bedeutet, dem Meister gleich zu werden – und das ist uns genug.
3. Da Christus der Anfänger und Vollender des Glaubens ist, wissen wir, dass zwischen dem Anfang und dem Ende ungeheuer viel Inhalt sein kann. Solange der Erbe unmündig ist, besteht zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr aller Güter ist. Gal. 4, 1. Christus wurde in den Tagen seines Fleisches selbst unter dem Gesetz geboren, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufen konnte. Gal. 4, 4-5. In unserer Zeit glauben sehr viele Menschen an Christus; kennen aber noch nicht den Geist. Das Gesetz ist nun nicht mehr auf Steintafeln, sondern auf den fleischernen Tafeln des Herzens; denn der Geist wird der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht. Zuerst glaubten viele an ihn, doch später glaubten sie nicht, weil er die Wahrheit sagte. Manche nehmen das Wort mit Freude an; doch der Teufel nimmt es sofort weg, weil es keine Wurzeln hat. Daher sagt Jesus unmittelbar anschließend in Joh. 8, 31: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger.“ Die Sache ist also, in Gottes Wort zu bleiben und nicht davonzulaufen.
4. Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, also ist das Wort Christus oder der Mittler; doch ein Mittler ist nicht Mittler eines Einzigen, Gott aber ist Einer. Das Wort tötet und das Wort macht lebendig. Wenn das Wort tötet, wird es Buchstabe genannt, denn das Fleisch, das getötet werden soll, vernimmt nichts vom Geist Gottes. Wenn wir jedoch getötet und mit Ihm gestorben sind, dann glauben wir, dass wir auch mit Ihm leben werden. Der zweite Adam, der zu einem lebendigmachenden Geist geworden ist, kann dann anfangen, uns lebendig zu machen.
5. In Christus gilt nur eine neue Kreatur, und in dieser neuen Kreatur ist das Alte vergangen und alles ist neu geworden. Dies ist das Neue Testament, halleluja! Und als solche sind wir aller Sünde gestorben; denn wir sind ein Geruch des Todes zum Tod unter allen, die verloren werden, aber ein Geruch des Lebens zum Leben unter allen, die gerettet werden.
