Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911

Det gode Budskab Nr. 3, 15. März 1904

Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911
Aus Kristiansand S
Liebe Brüder und Schwestern in Christus Jesus,

Gottes Gnade und Friede werde euch mannigfaltig zuteil durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich’s gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen; genauso ist es auch in Rede und Schrift. Die heiligen Männer Gottes redeten vormals getrieben vom Heiligen Geist; so reden auch jetzt die heiligen Männer Gottes getrieben vom Heiligen Geist. Der Geist treibt uns dazu, als Gottes Wort zu reden, und da es bei Gott kein Ansehen der Person gibt, wird dieses Wort Gottes jedem in dem Zustand, in dem er sich befindet, begegnen. Manchen wird es zum Gericht sein, anderen zum Leben; doch es ist auch in der Lage, Gedanken und alles Hohe, das sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, zu zerstören. Wenn wir den Menschen zu Gefallen reden, sind wir nicht Christi Diener. Oder wenn jemand redet, um das Seine zu suchen, dann ist ein solcher untüchtig zum Dienst.

Gott ist ein Rächer aller Ungerechtigkeit. Gott ist genau in allen Details. Er lässt sich nicht täuschen; denn alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben. Er ist ein verzehrendes Feuer für alle Widerspenstigen und Ungerechten; doch dem Demütigen und Sanftmütigen begegnet er mit großer Gnade und Barmherzigkeit. Gott läutert seine Auserwählten im Feuerofen; doch er drückt sie auch mit großer Barmherzigkeit an seine Brust.

Die Sonne enthält sowohl Licht als auch Wärme. Im Winter haben wir hier im Norden mehr Licht als Wärme; aber das Licht allein reicht nicht aus, um das Gras wachsen zu lassen. Stellt man sich ein paar Pflanzen vor, die in einem dunklen, warmen Keller stehen, so würden an diesen Pflanzen lange sogenannte „Wärmetriebe“ wachsen; aber es würde nichts Echtes werden. Ebenso ist es auch im Geistlichen. Manche streben nur nach Licht, Licht. Sie lernen und lernen bis ins Unendliche, doch kommen nie zur Erkenntnis der Wahrheit; denn das Licht, das sie bekommen, ist nur Finsternis. Und dann kann sich jeder vorstellen, wie groß die Finsternis wird. Mit anderen Worten: Sie suchen das Licht nicht durch Gottes offenbarenden Geist, sondern durch Selbststudium und Kopfzerbrechen.

Diejenigen dagegen, die als geistliche Wärmetriebe heranwachsen, sind solche, die bis ins Unendliche nur fühlen und fühlen. Solche wollen nichts vom Licht wissen, denn es ist so unheimlich gut, wie es ist.

Am besten ist es jedoch, sowohl Licht als auch Wärme anzunehmen, so wie Gott dies gibt; denn dann werden wir ein gesundes und kräftiges Wachstum in Christus Jesus bekommen.

Wenn wir ein wenig darüber lesen wollen, wie es Paulus erging, können wir den 2. Korintherbrief aufschlagen und im 1. Kapitel die Verse 3-13 lesen. Hier spricht er davon, dass er in Bedrängnis war und in der Bedrängnis getröstet wurde, um die trösten zu können, die in allerlei Bedrängnis waren.

Ja, liebe Brüder und Schwestern, es ist wertvoll, diejenigen, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost trösten zu können, mit dem wir selbst getröstet wurden. Denn dies bedeutet, mit den Weinenden zu weinen und sich mit den Fröhlichen zu freuen. Solche Gottesfurcht, die uns dazu führt, den Juden wie ein Jude und den Griechen wie ein Grieche zu werden, der ist Gott wohlgefällig und bei den Menschen geachtet.

Wie früher die Sünde unsere innere Triebkraft war, so ist es nun der Geist Gottes, der uns treibt; und wir wissen, dass geistlich gesinnt sein Friede und Freude im Heiligen Geist ist. Daher gehen wir einer herrlichen Zukunft entgegen; denn der Geist treibt uns von Licht zu Licht, von Kraft zu Kraft, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, bis wir vor Gott in Zion sehen. Dann sind wir zu ihm gekommen, der alle zu sich zieht, und das ist uns genug. Amen.

Einen herzlichen Gruß an alle Brüder und Schwestern, die vom Geist getrieben unterwegs sind im Vergänglichen – dem Unvergänglichen entgegen.

Johan O. Smith