gelobt sei Gott für alle Dinge in Christus Jesus, dem die Macht und die Ehre gebühren in alle Ewigkeit. Er ist treu, der uns berufen hat mit einer ewigen Berufung. Man kann ihn nicht genug preisen, auch wenn man es mit aller Kraft versucht. Und wenn man auch um Weisheit bittet und ihn mit Weisheit und Einsicht preist, kann er doch nur in dem Maß gepriesen werden, in dem wir von seinem Werk und seinem Handeln verstehen. Gott hat jedoch keinem Menschen gegeben, alle seine Werke zu verstehen. Deshalb kann ihn auch kein Mensch vollkommen preisen, denn Ehre und Preis ohne Verstand sind ja nichts. Deshalb, wenn wir um mehr Weisheit und mehr Verstand bitten, ist es, um mehr von seinem Werk zu verstehen. Aber indem wir mehr von seinem Werk verstehen, werden sein Preis und seine Ehre umso größer. Fürstentümern und Gewalten im Himmel wird jetzt Gottes Weisheit durch die Gemeinde verkündigt. Wir sind sein Werk, in dem er die Geheimnisse seines Werks in dem Maß verwirklicht hat, wie wir in der Hand des Meisters geformt worden sind. Wir sind sein Fleisch und sein Gebein. Wir sind in seinen Sündenleib zum Tod am Kreuz einverleibt, wo in und mit ihm die Möglichkeit entsteht, dass der Sündenleib durch die Auferstehungskraft, die in uns kräftig wirkt, zunichtegemacht wird. Also war es notwendig, dass Christus für uns zur Sünde gemacht wurde, damit unsere Sünde in ihn eingepfropft werden konnte, dass wir mit ihm sterben konnten, um auch mit ihm zu leben. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Christi Glieder sind? Wenn aber der Leib tot ist um der Sünde willen, verstehen wir, dass der Leib, den wir an uns tragen und der auch ein Glied Christi ist, der Leib ist, der begraben und von den römischen Soldaten bewacht wurde, denn er ist tot um der Sünde willen. Diesen Leib tragen wir an uns. Diesen Leib hinterließ er uns. Wenn aber sein Geist, der Christus von den Toten auferweckt hat, in uns wohnt, so wird er, der Christus von den Toten lebendig gemacht hat, auch unsere sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in uns wohnt. Aber es gehört zu Gottes Geheimnissen, dass Christi Leib die Verwesung nicht gesehen hat, während der Leib der Braut dagegen die Verwesung sieht. Der Leib des Bräutigams war von Gott und dem Menschen, während der Leib der Braut nur vom Menschen ist. Aber wenn er sagt, dass unsere Leiber Christi Glieder sind und dass wir von seinem Fleisch und von seinem Gebein sind, dann verstehen wir, dass der Bräutigam eine Versöhnung mit der Braut eingegangen ist und in seinen Leib den Menschen aufgenommen hat, der auf einem tieferen Niveau stand. Aber diese Aufnahme ist durch den Tod geschehen. Denn durch den Tod wurden Christi Leib und unsere Leiber einem geistlich-chemischen Prozess unterworfen, der uns zu einem Leib gemacht hat. Der Geist, der den Leib stark machen kann und ihm einredet, dass er etwas anderes als tot ist, ist vom Teufel und Lügner. Der Geist der Wahrheit zeugt davon, dass der Leib tot ist. Je mehr wir zu dieser Erkenntnis kommen können, desto mehr werden wir Christus gleich in seinem Tod. Der Geist der Welt vereint sich mit dem Leib, der tot ist, und macht ihn stark und bringt es fertig, dass er sich erhöht. Hier ist der Lügner leibhaftig; jeder Mensch ist ein Lügner in sich selbst. Wenn aber Christus in uns ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. Es war gerecht, dass der Leib starb. Nun ist er tot und der Geist wohnt in dem toten irdenen Gefäß. Wir haben Eingang durch den Vorhang, das ist sein Fleisch. Der Anker der Hoffnung wurde bis in das Innere hinter den Vorhang geworfen, innerhalb seines Fleisches. Wer von Gott geboren ist, kann nicht sündigen. Jede Sünde, die ein Mensch begeht, ist außerhalb des Leibes. Der Leib ist tot. Niemand wird verdammt wegen der Erbsünde, sondern jeder soll nach seinen Werken empfangen. Ist man von der Welt und hat den Geist der Welt, dann ist man im Tod und wird im Gewissen von toten Werken verurteilt. Aber Werke, zu denen der Geist uns treibt, sind Früchte für Gott. Da diese Werke jedoch in einem toten Leib geschehen – in einem irdenen Gefäß – weiß man nichts davon, deshalb wird man an jenem Tag sagen: „Wann haben wir dich nackt gesehen und haben dich gekleidet usw.“ Wer dagegen Werke vorzuweisen hat, bringt sie durch seinen Leib hervor. Aber weil der Leib tot ist, sind diese Werke nur Früchte des Todes, deshalb wird er zu ihnen sagen: Weicht von mir, ihr Übeltäter. Das volle Bewusstsein eines Menschen muss in Leib, Seele und Geist beherbergt werden. Aber da unser Leib tot ist um der Sünde willen, können wir die Werke, die wir durch das Treiben des Geistes ausgeführt haben, nicht in uns beherbergen (im Haus aufbewahren). Das sind Schätze, die durch den Glauben aufbewahrt werden. Das ist der Lohn, den er dabei hat, wenn er kommt, wenn wir ihm gleich sein werden und ihn sehen, wie er ist.
An beiden Pfingsttagen haben wir Versammlungen im „Bethel“ gehabt. Am zweiten Tag war es richtig gut. Gottes Geist war während der ganzen Versammlung mächtig über mir, sodass ich kaum stillsitzen konnte. Und als die Gelegenheit kam, brach diese Kraft hervor in Form einer ganzen Reihe prophetischer Reden, Zungenreden und Auslegungen. Der Geist war mächtig zugegen und es wurde eine richtig gesegnete Versammlung. Br. Berg redet in Zungen; er bittet Gott um Weisheit. Ist dir aufgefallen, was Sev. Larsen aus Fredrikshald schreibt? Er hat ein nicht geringes Verständnis. Ich habe deinen Brief an Barratt gelesen. Es war gut zu sehen, dass dort weiterhin volles Haus ist. Ich sah am Gründonnerstag ca. viertel nach fünf nachmittags auf die Uhr und sagte zu Pauline, dass nun die Versammlung in der Arbeitervereinigung in Kristiansand anfängt. Das Panzerschiff H. H. soll nun nach Südamerika und kommt nicht vor September zurück, weshalb voraussichtlich die Fahrt der „Sleipner“ gestrichen wird und dadurch besteht die Aussicht, im Sommer zu Hause zu bleiben.
Anthony war nicht hier, aber Erik und seine Frau waren zwei Tage hier.
Ich hoffe, du machst bald wieder eine Fahrt ostwärts. Du bist herzlich willkommen, wenn du kommst. Genauso müssen Vater und Mutter bald mal hierher kommen.
Grüße die lieben Brüder und Schwestern und sei selbst auf das Herzlichste in Christus Jesus gegrüßt von deinem in ihm ruhenden, gestärkten, arbeitenden, sterbenden und lebendiggemachten Bruder
Johan