Berglioth kam gestern nicht, doch nun kommt sie wohl heute aus Fredrikstad.
Gestern Abend war ich im Versammlungshaus und bin froh darüber, dass ich einiges von dem sagen konnte, was mir auf dem Herzen lag, seit der reisende Laienprediger Gimnæs hier war. Er ging hin und schüttelte ein junges Mädchen, das in Zungen redete, und bat sie, still zu sein. Später redete ich in Zungen und legte aus. Dann fing eine Frau laut zu schreien an; aber da war der Laienprediger mit seiner Geduld am Ende. Er fragte, ob das Ordnung wäre und ob sich solch ein Geschrei ziemte. Ein Bruder, der stark unter dem Einfluss des Geistes war, kam nicht durch, und das Ganze scheiterte an der Versammlungshausordnung des Laienpredigers. Ich bekam nicht sofort etwas, was ich sagen konnte, und es hätte wohl nichts genützt. Aber gestern konnte ich mein Herz vor ihnen ausschütten. Ich sagte, dass man jahrein jahraus nach dem Heiligen Geist gerufen habe, und als dann der Geist kam, hat man nichts Eiligeres zu tun, als so schnell wie möglich alle seine Äußerungen zu ersticken, weil er sich nicht in all die steifen, kalten Formen, die sie von den Vätern geerbt hatten, hineinpressen lassen wollte. Dann erzählte ich ihnen ein wenig über die Zungenrede, dass in der Gemeinde 2 oder 3 in Zungen reden sollten und 1 auslegen; dass aber die verschiedenen Versammlungen in der Umgebung keine Gemeinden seien und dass daher die Zungenrede angebracht sei, weil es dort eine Menge Ungläubige gibt.
Du kannst mir glauben, es gibt nicht viele, die zu so etwas Amen sagen. Später gab Gott mir, in Zungen vor ihnen zu reden. Und als sie zum Zeichen des Abschlusses das Vaterunser gelesen hatten, bat ich Gott, dass sein Geist diejenigen füllen möge, die ihn gegebenenfalls haben wollten. Danach gab es eine gute Gebetsversammlung, doch durch alles hindurch konnte ich die Feindschaft spüren.
Aber jetzt muss ich ins Büro gehen. Euer
J. O. S.