der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Gedanken in Christus Jesus.
Mein Becher fließt über vor lauter Jubel, denn Gott hat mich erfüllt. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich im Frieden für mich allein dasitzen und den Geist arbeiten lassen kann; das ist so erquickend. Wenn ich im Korpsbüro bin, würde ich oft am liebsten zusammenpacken und gehen. Gottes Reich besteht nicht in Worten, sondern in Kraft. Und ich rühme mich nicht, sondern rede die Wahrheit, wenn ich sage, dass die Kraft in mir mich fast zerreißt. Dies ist mein persönliches Zeugnis in Christus Jesus. Mein herzlichster Wunsch wäre, mich voll und ganz in den Dienst des Herrn hinzugeben. Doch auch hierzu muss eine Tür aufgetan werden.
Nun gilt es, sich selbst rein zu bewahren. Nicht heucheln, nicht feige sein, sondern in allem bis zum Äußersten gehen, sodass das Kreuz Christi hoch geachtet werden kann. Man soll den Geist nicht auslöschen, man soll den Geist nicht betrüben, denn das bedeutet, sich selbst zu betrüben. Sondern man soll Mut fassen und schonungslos gegen die Abgötter vorgehen und die Höhen nicht verschonen. Da gibt es keinen Rückzug, sondern vorwärts, vorwärts, vorwärts. Alles muss weichen, alles muss überwunden werden, alle müssen das Gefühl haben, dass nicht einmal der Versuch, sich zu widersetzen, der Mühe wert ist. Denn durch Glauben, Glauben, Glauben müssen alle Befestigungen fallen. Gott hielt nichts vor seinem Freund Abraham verborgen und er hält nichts vor uns verborgen, wenn wir in seinen Rat vertraulich eingeschlossen werden. Denke, in Gottes Rat zu sitzen – das ist wohl mehr, als im Gemeinderat oder auf der Parlamentsbank zu sitzen. Wir sollen ausgebildet werden, in Gottes Haushaltung hier auf der Erde zu regieren; denn das ist eine so große Regierung, dass unsere irdischen Regierungen nur Schatten und Abbilder davon sind.
Br. Berg hat über längere Zeit in öffentlichen Versammlungen und überall um die Gabe der Zungenrede gebetet. Unsere Widersacher haben sich darauf gestürzt und freuen sich. Dabei ist mir klar geworden, dass man seine Schwächen nie vor seinen Feinden offenbaren, sondern nur die starke Seite zeigen soll. Br. Berg hat dies eingesehen. Wie ähnlich diese Regierung der irdischen ist. Auf seine Feinde muss man ein wachsames Auge haben, selbst wenn sie in Versammlungen gehen und lange Gebete sprechen. Sie sind Feinde nach dem Geist. Ich habe mit Sorge beobachtet, dass Br. Kristoffersen mit dem einen und anderen in verschiedene Versammlungen gegangen ist. Sie schleppen ihn mit, um Leute herbeizuziehen. Aber ich befürchte, er wird bald an Kraft verlieren, wenn er sich auf diese Weise an den Hörnern führen lässt. Balak nahm Bileam an die Leine und zog ihn mit, weil er die Gabe der Weissagung hatte. Hier muss man wachsam bleiben. Gott gebe uns in allen Dingen Weisheit, sodass wir durch sie (die Weisheit) in seinem geheimen Rat sitzen und alle Dinge durchschauen dürfen. Wir sollen uns außerhalb des Lagers aufhalten und selbständig handeln. Niemand darf uns an die Leine nehmen. Vielmehr sollen wir die anderen an die Leine nehmen und sie mit der Peitsche schlagen, wenn sie nicht auf dem Weg gehen wollen. Außerhalb des Lagers, alleine mit Gott, kann man hören und verstehen, was der Geist sagt. Man muss die Bewohner des Lagers von seinem Fleisch abtrennen, sonst wird man genauso kraftlos wie sie. Es ist von höchster Bedeutung, darauf zu achten. Geht man in das Lager hinein, dann soll man mit den Worten hineingehen, die der Herr uns außerhalb des Lagers verkündigt hat. Man muss mit Vollmacht auftreten und nicht wankend, züchtigen, anleiten und aufmuntern. Aber keine Zärtlichkeit und Umarmung, sonst wird man ein Fleisch mit ihnen. Dagegen soll man am Herrn hängen und ein Geist mit ihm sein. Versteht das und handelt danach, dann wird die Kraft zunehmen und die Feinde werden erschrecken und sich weit weg halten.
Heute erwarten wir Berglioth aus Fredrikstad. Sie mag es nicht, wenn sie einen so plötzlichen Reisebefehl erhält.
Die Frau des Oberzimmermanns Pedersen aus Marviken hat uns heute besucht.
Grüße an euch alle in Christus, euer Sohn und Bruder im Herrn – außerhalb des Lagers –
Johan