deine Karte habe ich erhalten und ich danke dir dafür. Du schriebst auf einer Karte vor etwa eineinhalb Jahren, dass du Ja zu Jesus gesagt hast. Jetzt sagst du, dass Jesus zu dir Ja gesagt hat. Dies ist Zungenrede; aber ich verstehe ja sehr wohl, was du meinst. Doch wenn man das in seinem vollen Umfang auslegen wollte, dann würde das eine lange Geschichte. Ich bin froh über das erste „Ja“, aber noch mehr über das letzte. Trotz dieser zwei „Ja“ weiß ich, dass es in ihm nicht „Ja“ und „Nein“ gibt, sondern in ihm gibt es nur „Ja“. Sein „Ja“ stand die ganze Zeit unerschütterlich fest, nur waren wir nicht reif, sein „Ja“ zu ergreifen. Das Gesetz des lebendigmachenden Geistes hat mich in Christus Jesus von dem Gesetz der Sünde und des Todes freigemacht. Das Gesetz hat sein Werk getan – uns auf Christus hin gezüchtigt. Aber nachdem wir in Christus hineingekommen sind, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Doch sind wir nicht ohne Gesetz, denn sonst wären wir wie umherirrende Sterne (dies ist der Antichrist), sondern wir schauen hinein in das vollkommene Gesetz der Freiheit und beharren darin. Und dann sind wir keine vergesslichen Hörer, sondern Täter. Jak. 1, 25. Niemand nimmt sich dies von sich aus, sondern wir unterstehen Vormündern und Verwaltern bis zu der Zeit, die der Vater bestimmt hat. Gal. 4, 2. Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen. Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater! So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn. Wir haben aber diese überschwängliche Kraft in irdenen Gefäßen, damit die Ehre von Gott sei und nicht von uns. Lies 1. Kön. 8, 10, 11 und 12: Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke das Haus des Herrn, sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn. Da sprach Salomo: Der Herr hat gesagt, er wolle im Dunkel wohnen. So ist es auch heute im Haus des Herrn – sein Haus sind wir. Wenn die Herrlichkeit des Herrn uns erfüllt, muss der Priester so schnell wie möglich mit all seinen Werken zur Tür hinaus. Dies ist die Erlösung von toten Werken. Wir werden irdene Gefäße und ein irdenes Gefäß besteht aus dunkler Materie. Daher heißt es: Der Herr will im Dunkel wohnen. Und er will dort wohnen, damit seine Ehre nicht mit uns geteilt wird. Denn wenn das Werk von ihm ist und nicht von uns, dann wäre er ungerecht, wenn er die Ehre mit uns teilen würde. Das ist die Gerechtigkeit aus Glauben. Sie ist so gründlich, dass alles Flickwerk und aller Priesterdienst unsererseits verschwinden müssen, wenn die Herrlichkeit des Herrn sein Haus erfüllt.
Du verweist auf 2. Chr. 20, 12: Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir. Ja, es ist gut, sich selbst kraftlos für den Streit zu fühlen, denn dann wird der Herr für einen streiten. Siehe im selben Kapitel die Verse 13, 14, 15, 16 und 17. So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor dieser großen Menge; denn nicht euer ist der Streit, sondern Gottes! Aber es ist nicht an euch, dort zu kämpfen. Tretet nur hin und bleibt stehen und seht die Rettung des Herrn.
Ich habe oft daran gedacht, sofort nach Weihnachten und vor Neujahr nach Kristiansand zu reisen, denn ich würde mich freuen, mit dir und den übrigen zu reden. Wir werden sehen, wie es geht. Wenn du nun diesen Frieden bekommen hast, der allen Verstand übersteigt, so ist der Herr auch mächtig, dich unsträflich bis an seinen Tag zu bewahren.
Ich freue mich, umgehend von dir zu hören. Grüße zuhause und sei selbst herzlichst gegrüßt von deinem in Christus Jesus bewahrten Bruder
Johan