eine Kiste mit: 1 Kachelofenschutz, 1 Pferd und 1 Ringrassel haben wir gestern von dir bekommen. Wir können natürlich nur „Tausend Dank“ sagen, aber wir finden es doch angebracht, dir zu sagen, dass du nun anfangen musst, die Freigiebigkeit etwas zu bremsen, denn du ruinierst dich selbst damit. Es ist eine sehr gute Sache, von Hab und Gut los zu sein, denn Geiz ist ein Gräuel. Aber sich selbst mit Haut und Haaren wegzugeben, ist ein zu radikaler Gegensatz.
Jesus sagt: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn ihr von hier abscheidet, sie euch aufnehmen können in die ewigen Hütten. Das bedeutet, dass man sich mit irdischen Gütern, die „der ungerechte Mammon“ sind, Freunde schaffen soll, um diese dadurch für die ewigen Wohnungen zu gewinnen. Der rechte Mammon ist Christus. Dies ist die richtige Weise, den ungerechten Mammon anzuwenden. Doch soll man vor Augen haben, sie in die ewigen Wohnungen hineinzubringen, wenn man sich Freunde durch den ungerechten Mammon schafft; dass man sich nicht nur eine Menge Freunde schafft, die einfach nur einen selbst bewundern, denn dies ist nicht nützlich. Sondern man soll das Vertrauen ausnützen, das durch das Austeilen irdischer Güter geweckt ist – um auf die Schätze hinzuweisen, die man im Himmel sammeln kann, wo Motten und Rost sie nicht verzehren und keine Diebe einbrechen und stehlen.
Der Ofenschutz ist sehr schön und er sieht richtig gut aus. Johanne bebte am ganzen Körper und gestikulierte eifrig mit den Armen, als ich die Ringrassel schüttelte. Christian wollte auch die Ringrassel haben. Er hat ein Pferd von Onkel „Astel“ bekommen, sagte er. Ich schicke dir ein Foto von ihm mit. Er ist ein aufgeweckter Junge, aber er isst fast nichts, sodass wir uns beinahe nicht zu helfen wissen. Johanne schreit zwischen jedem Löffel nach mehr. Berglioth will im Winter einen Ausflug nach Christiania machen und dann auch Horten besuchen. Ich kann nicht begreifen, wieso Vater und auch Berglioth fragen, ob sie kommen dürfen. Es gibt nichts zu fragen – wer kommen will, soll nur kommen. Wir haben kein Hotel wie Onkel Anton in Schweden, aber ich glaube doch, dass das, was wir haben, auf einem soliden Grund steht. Denn durch Gottes Gnade habe ich versucht, mein Haus auf Gerechtigkeit zu gründen, sodass der Segen des Herrn nicht von ihm weicht. Denn es ist ein Hohn, wenn auf einem Wandspruch zu lesen ist: „Gott segne unser Heim“ und man dann in seinem Haus Dinge angehäuft hat, in deren Besitz man unrechtmäßig gekommen ist. Jeder, der Gerechtigkeit tut, ist gerecht, gleichwie er gerecht ist.
Sei herzlich gegrüßt von Pauline, Christian, Johanne und von deinem immer hingegebenen Bruder
JohanIch höre, dass Pauline sagt, dass es Ofenschutz und nicht „Ofenbremse“ heißt, wie ich zuerst gesagt habe. Außerdem sagt sie, dass ich zu „hart“ schreibe, aber um die Wahrheit zu sagen, ich kann nicht anders. Und jeder, der etwas mit mir zu tun haben will, muss ertragen, wie es bei mir ist. Man bürstet mit einer Bürste, schlägt mit einem Hammer, hackt mit einer Axt, sägt mit einer Säge. Die Axt, der Hammer, die Säge und die Bürste können ihre Dienste nicht tauschen. Ebenso wenig können wir, wenn wir in Christus sind, den Dienst tauschen. Dies als Trost und Balsam in der Härte.
