1. Gebahnt ist durch die Welt ein Weg,
der nicht zur Welt gehört.
Den Wanderer auf diesem Steg
die Weltpracht nicht betört.
2. Von Heiligkeit ist er geprägt,
Gesetz er in sich birgt;
mit Liebe ist er ausgelegt,
mit Ophirgold durchwirkt.
3. Er alle Weisheit in sich trägt,
und Mut und Kraft er gibt.
Doch stets er dem zu Diensten steht,
der ihn begehrt und liebt.
4. Gelehrten aller Welt, wir sehn,
gibt dieser Weg Verstand,
dass gut zu leiten sie verstehn,
zum Nutzen für ihr Land.
5. Durch Trübsale hindurch führt er
geradewegs voran.
Gebahnt ist er von Jesus, der
auch wird „der Weg“ genannt.
6. Im Lauf der Zeit so mancher fand
auf diesem Weg zum Ziel,
verachtet, in der Welt verkannt,
Jesus zuerst, jetzt sie.
7. Du Leser, willst du einer sein,
der diesen Weg betritt?
Wenn alles auf dich bricht herein,
dann lenkt Gott jeden Schritt.
8. Die Feigen fanden nie dorthin,
es angenehm sollt sein.
Sie dachten – des ich sicher bin –
an Kleider, Brot und Wein.
9. Sie gingen los, suchten allein,
zu stillen ihre Lust,
solange bis dann traten ein
Verderben und Verlust.
10. Nimm Abstand davon, bleibe du
auf dem gebahnten Weg.
Wenn du so lebst, kommst du zur Ruh,
erreichst, was du erstrebt.
4. 8. 1906
