Gottes teurer Friede.
Danke für deine liebe Briefkarte und für den Gruß im „Missionæren“. Jetzt bin ich nach einer Woche Dienst in der Kaserne abgelöst worden. Ich hoffe, du hast meinen letzten Brief erhalten mit der Mitteilung darüber, dass der Kompanieund der Korpschef den Antrag nicht befürwortet haben. Gestern kam dann die endgültige Antwort vom kommandierenden Admiral. Darin schreibt er, dass er im Hinblick auf die Vermerke der Kompanie und des Korps nicht findet, dass er den Antrag genehmigen sollte.
Es weckte eine nicht geringe Verwunderung bei meinen militärischen Kollegen, so eine Entscheidung zu hören, da man im Allgemeinen wegen beinahe allem Möglichen beurlaubt wird. Es ist aber der Hass gegen Christus und die Arbeit in seinem Dienst, die natürlich auch hier hineinspielen.
Nun, lieber Bruder, will ich dir herzlichen Dank sagen, weil du mich für die beantragten drei Monate angestellt hättest und weil du mir in dieser Zeit Englischunterricht gegeben hättest. Mein inniger Wunsch war auch, mich in diesen drei Monaten der Arbeit hingeben zu können. Aber jetzt ist es so gegangen, wie es gegangen ist – und so gebührt dir, Gott, Dank.
Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg erringen lässt durch unseren Herrn Jesus Christus. Daher gibt er auch in dieser Sache Sieg. Denn wenn unsere Widersacher glauben, uns besiegt zu haben und sich in ihrem Geist über ihre Verdienste freuen, dann ist die Falle aufgestellt zum Fang. Denn nicht die Übermütigen im Geist sind selig, sondern die Armen. Die oben genannte Entscheidung hat in mir noch mehr Kraft gewirkt, den Kampf gegen die Herren der Welt aufzunehmen. Und ich danke Gott dafür, dass er mir künftig mehr Gnade als je zuvor geben wird, sie zu besiegen. Daher sei Gott gedankt durch Jesus Christus, dass er das Ergebnis so werden ließ, wie es ist. Denn diese Zunahme an Eifer und Kraft ist wertvoller für mich als drei Monate Beurlaubung und wird vielleicht auch mehr Arbeit hervorbringen; denn Kraft ist Arbeit.
Nachdem ich nun den hohen Herren nichts schuldig bin, wofür Gott immer sorgen wird, so kann ich mit umso größerer Freimütigkeit den Kampf aufnehmen, den sie in ihrem Geist immer gegen Christus und seinen Geist führen. Denn Satan wird unter unseren Füßen zermalmt werden.
Grüße deine Frau und sei selbst aufs Herzlichste gegrüßt von deinem allzeit in Jesus Christus hingegebenen Bruder
Johan O. Smith