Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911

Brief an Aksel Smith, 31. Dezember 1908

Gesammelte Schriften Band 1 • 1890 - 1911
Horten, 31. 12. 1908
Lieber Bruder Aksel,
Gottes Gnade und Friede.

Ich möchte dir wiederum ein paar Worte über Gottes Güte und Kraft senden. Br. Plum hat einen Brief geschickt, der bestimmt uns beiden gelten soll, weshalb ich dir diesen mitschicke. Hier in Horten haben wir in der letzten Zeit bemerkt, dass die Wirkungen des Geistes in der Versammlung verschieden gewesen sind. Gestern wirkte der Geist kräftig, Sünden zu bekennen; aber leider hat er sich nicht durchgesetzt. Neulich konnten wir deutlich merken, dass der Geist in Richtung Heilung wirkte, und Pauline Roa wurde auch von einem Magengeschwür geheilt. Sie hatte Blut erbrochen, hatte Schmerzen beim Laufen und konnte nicht alle Arten von Essen verdauen. Gestern haben Bruder Berg und ich sie besucht. Sie ist ganz gesund und isst sowohl Saures, Süßes und Salziges. Wir haben also gelernt, dass die Wirkungen zwar verschieden sind, der Geist aber ist derselbe. Pauline Roa ist ziemlich schwatzhaft gewesen. Daher hat Gott durch die Brüder auf eine besondere Weise deutlich gemacht, dass, wenn sie die Gesundheit behalten will, sie ihren Leib nur zu Gottes Ehre gebrauchen dürfe. Sie war nämlich schon einmal von derselben Krankheit geheilt worden, ist aber erneut krank geworden. Sie war einmal bei Bolzius in Schweden mit ihrem Bein, das eine einzige eitrige Entzündung war. Sie wurde geheilt und die Haut am Bein wurde so locker, dass sie diese um das Bein hätte wickeln können. Auch bei ihm wurde ihr gesagt, dass sie sich davor hüten müsse zu sündigen, wenn sie ihre Gesundheit behalten wollte.

Ich habe in der letzten Zeit recht oft zu Gott gebetet, dass er dich heilen möge, und habe die ganze Zeit über empfunden, dass Gott dazu willig ist. Gib deinen Leib nur in den Dienst für Christus hin, dann bin ich ganz sicher, dass Gott dich an Kopf und Nieren, ja, wo auch immer es dir schlecht geht, gesund und stark machen wird. Doch Gott kann das Böse nicht ausstehen, deshalb lässt er den Menschen krank werden. Lies Jak. 5, 14-17. Vers 15 lässt erkennen, dass Krankheit meistens damit in Verbindung stehen kann, dass man Sünden getan hat. Lies auch 1. Kor. 11, 29-33. Pauline Roa war sehr entrüstet, als wir ihr sagten, sie müsse ganz damit aufhören, über andere zu reden usw. Aber nun hat sie alles als von Gott angenommen.

Du siehst, dass Br. Plum am liebsten hätte, dass du an Frau Plum schreiben würdest, wenn es sich so ergeben würde. Ich habe Br. Plum nämlich davon geschrieben, dass seine Frau sich von ihrer Eitelkeit bekehren müsse. Wenn du an Frau Plum schreibst, wäre es wünschenswert, dass du dich so nah wie möglich an Jes. 3, 16 ff. hältst, denn solche machen es, wie in Vers 15 geschrieben steht. Wir müssen in allem wahrhaftig in der Liebe sein, wenn wir Fortschritt haben wollen.

Morgen (am 1.) wird Br. Barratt in der Loge in Moss predigen. Axel Wold hat hier angerufen.

Nur diese wenigen Zeilen mit dem Wunsch für ein „gesegnetes neues Jahr“.

Grüße alle zuhause und die Geschwister. Dein Bruder

Johan
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Sollte es nicht möglich sein, Wintersborg ein bisschen auf Trab zu bringen? Er sollte John beibringen, mit etwas anzufangen, sodass er sich mit der Zeit selbst versorgen kann.