Gottes Gnade und Friede.
Seine göttliche Macht schenkt uns alles, was zum Leben und zur Gottesfurcht dient. Dafür sind wir ihm Dank schuldig. Jesus ist das Weizenkorn, das in die Erde fiel und viel Frucht trug. Auch wir sollen in der Ähre reif werden und als reifes Weizenkorn in die Erde fallen und sterben, um Frucht für Gott zu tragen. Dadurch, dass das Weizenkorn stirbt und nach sich Leben an die nächste Generation weitergibt, lebt es tatsächlich erneut. Es lebt sein Leben in jüngeren Generationen. Welche Bedeutung hätte es sonst für Abraham gehabt, die Verheißung zu bekommen, dass sein Same so zahlreich wie Sand am Meer sein würde, wenn sich nicht das Leben Abrahams in den vielen hätte entfalten können? Daher sind wir, wenn wir den Glauben und das Leben Abrahams haben, Abrahams Kinder. Das tote Weizenkorn lebt nicht sich selbst, sondern den vielen. Wenn das Weizenkorn in der Ähre steht oder in der Scheune liegt, ist es allein und lebt sich selbst. Es muss sterben, um Frucht zu bringen. Wenn es aber gestorben ist und Sprosse hinterlassen hat, gehört es zu den rechten Vätern. Denn es gab sein Leben für die Ernte, die danach kam.
Wir müssen in den Schoß der Erde, um mit Christus zu leiden und zu sterben, um dann Frucht zu tragen. Die Früchte, die dann aus der Erde emporkommen, sind nichts anderes als Leben von dem Gestorbenen. Doch ehrt man das gestorbene Weizenkorn nicht für das neue. Es ist gestorben und kann nicht geehrt werden. Es gab sein Leben und damit seine Ehre und sein Alles, jetzt trägt es nur Frucht. So viele den Glauben Abrahams haben, sind Abrahams Kinder. Wenn das erste Weizenkorn in die Erde gefallen ist und Frucht getragen hat, setzt sich derselbe Prozess wieder und wieder Generation nach Generation fort. Daher sagt Jesus, dass die Welt der Acker ist. Die Erstlingsfrucht ist Christus. Wenn man Jes. 54, 7 liest, heißt es: „Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.“ Dieses „dich sammeln“ bezieht sich auf mehrere (die Körner in den Ähren). Warum verfolgst du mich? sagt Jesus zu Saulus von Tarsus. Hier sehen wir wieder Jesu Leben in den vielen. Man kann selbstverständlich als einzelnes Weizenkorn errettet werden, ohne zu leiden und zu sterben, denn ein Weizenkorn ist es ja. Aber wenn wir mit Christus in die schwarze Erde gelegt werden und mit Christus leiden und mit Christus sterben, dann werden wir auch mit Christus verherrlicht werden. Denn wird nicht ein Vater vieler gehorsamer Kinder mehr geachtet und geehrt als ein alter Junggeselle? Und ist es nicht größer, in der Ewigkeit ein Stammvater zu sein, als lediglich selbst als einzelne Person errettet zu werden? Wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber erstirbt, trägt es viel Frucht.
Das Weizenkorn dort unten in der Erde hat nicht viel Mühe und Anstrengungen. Es hat dort nur still und ruhig zu liegen, zu leiden, aufzugehen und Frucht zu tragen in Geduld. Ein merkwürdiger Prozess. Dies muss man wohl Uneigennützigkeit nennen? Darum sollen auch die vielen dem Weizenkorn zuteilwerden, weil es seine Seele in den Tod ausschüttete, Jes. 53, 12.
Jetzt haben wir gerade in Molde geankert und ich habe Landgang. Heute passierten wir Aalesund, das war schön anzusehen vom Meer aus. Ich habe am Telefon mit Krogsrud in Bergen gesprochen. Br. Plum habe ich geschrieben, dass ich im Herbst wahrscheinlich nicht nach Kopenhagen reisen werde. Gott will mich nicht beschämen und wegen des Mammons dieser Welt zum Toren machen. Sondern er will mir Kraft geben, auch den Reichen im Zaum zu halten. Wer einen guten Namen hat, ist groß, der Reiche ist mächtig, doch niemand ist größer als derjenige, der den Herrn fürchtet, denn er wagt nicht, sich auf andere als seinen Gott zu verlassen. Darum lasst uns nach dem Besten trachten.
Liebe Grüße an euch alle mit Jes. 54, 2-6. Euer Sohn und Bruder
JohanWir kommen vermutlich auf dem Rückweg nach Marviken und laden Pulver.
