Der neue und lebendige Weg
„Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heilige, weichen er uns bereitet hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist durch sein Fleisch, und haben einen Hohepriester über das Haus Gottes; so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen in völligem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser.“
Wir wissen, was der alte Weg war, nämlich, dass der Hohepriester mit dem Blut von Böcken und Kälbern in das Heiligtum hineinging. Nur der Hohepriester hatte Erlaubnis, mit dem Blut hineinzugehen, um die Sünden des Volks zu sühnen. Dies heiligte sie zu der leiblichen Reinheit. Aber das Blut Jesu reinigt unser Gewissen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott. Hier sehen wir den Unterschied zwischen dem alten Bund und dem neuen, den Jesus errichtet hat.
Jesus spricht bei seinem Kommen in die Welt: „Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht. Da sprach ich: Siehe, ich komme - im Buch steht von mir geschrieben -, dass ich tue, Gott, deinen Willen. Zuerst hatte er gesagt: „Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht“, welche doch nach dem Gesetz geopfert werden! Dann aber sprach er: „Siehe, ich komme, zu tun, Gott, deinen Willen.“ Da hebt er das erste auf, damit er das andere einsetze. In diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.“
Hier ging Jesus einen Bund ein mit dem Vater, um die Opfer abzuschaffen, an denen er kein Gefallen hatte. Stattdessen hat er seinen Leib geopfert, um seinen Willen zu tun. Die Sünde kommt ja aus dem Leib heraus. Damit er dann Gottes Willen mit seinem Leib ausführen konnte, musste eine Opferung im Leib vor sich gehen. Die Sünde, die sonst aus dem Leib herauskommt, musste daher im Leib getötet werden. Dadurch verlor auch der Teufel seine Anknüpfungspunkte zu Versuchungen und Verführung. Durch diesen Tod machte er den zunichte, der des Todes Gewalt hatte, das ist der Teufel. Der Tod, mit dem Jesus kam, war ein ganz neuer Tod, darum wird er auch - das Sterben Jesu - genannt. 2. Kor. 4, 10-11. Dieses Sterben sollen wir mit uns tragen im Leibe, damit auch das Leben Jesu in unserem Leibe offenbar wird. Diesen neuen Weg hat Jesus für uns erschlossen, damit wir darauf gehen sollen.
