Jesus als Menschensohn
Wenn Jesus von sich redete, brauchte er den Namen Menschensohn. Z. B. Matth. 8, 20 und an vielen anderen Stellen. Und Paulus schreibt so: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.“ 1. Tim. 2, 5. Er musste es also aufgeben, Gott gleich zu sein und ein Mensch werden, um für uns Menschen einen neuen und lebendigen Weg ins Heiligtum zu bereiten, einen Weg für uns, der göttlichen Natur teilhaftig und dadurch in Wahrheit seine Brüder zu werden. 2. Petr. 1, 3-4.
Es gibt viele selbstgemachte religiöse Ausdrücke, die nicht in der Bibel stehen. Einer davon ist: „Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch.“ Das geht ja nicht, denn dann hätte er nicht im Glauben zu wandeln brauchen und er ist ja der „Anfänger und Vollender des Glaubens.“ Anders gesehen kann man sagen, dass es wahr ist, denn Gott sandte seinen Sohn. Als der Sohn gesandt wurde, war es sein Geist, der gesandt wurde, und dann nahm er nicht die ganze Fülle Gottes mit sich, wie er sie beim Vater hatte. Nein, er verzichtete freiwillig darauf, Gott gleich zu sein, oder wie es in anderen Übersetzungen heißt: „Er entleerte sich selbst.“ Als sein Geist in einen Menschenleib hineingeboren wurde, war er entleert. Es heißt von ihm: „... der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch.“ Röm. 1, 1-4.
Das Fleisch mit den Lüsten und Begierden ist der Vorhang, der uns Menschen daran hindert, Gottes Willen zu tun. Sie sind uns zu stark, so dass wir sündigen, selbst wenn wir gerne Gottes Willen tun wollen. Deshalb sandte Gott seinen Sohn und hat uns das Evangelium, die frohe Botschaft, gegeben. Sie lautet so: „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.“ Gal. 5, 16. Das war es, was Jesus für uns möglich gemacht hat, während er des Menschen Sohn war.
Sollen wir einfach und kurz zum Ausdruck bringen, was das Evangelium ist, können wir in Römer 1 lesen: „Ich Paulus, ein Knecht Christi Jesu, bin durch Berufung zum Apostel ausgesondert, die Heilsbotschaft Gottes zu verkündigen, die er durch seine Propheten in den heiligen Schriften voraus verheißen hat, nämlich von seinem Sohne. Dieser ist nach dem Fleische aus Davids Samen hervorgegangen, aber als Sohn Gottes in Macht erwiesen nach dem Geist der Heiligkeit auf Grund seiner Auferstehung aus den Toten.“ (Menge-Übers.)
Obwohl er dieses Fleisch hatte, und wir wissen, dass nichts Gutes im Fleisch wohnt, hat er nicht gesündigt. Das bewies die Auferstehung. Er kam zurück, unbefleckt von dem Fleisch Davids, das er gehabt hatte. Röm. 7, 18. Das bedeutet für uns, dass wir durch das Evangelium zum Sieg und zum gleichen Leben wie er kommen können. Es ist von Jesus geschrieben: „Butter und Honig wird er essen, wann er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen.“ Es war also auch eine Zeit für ihn, wie für alle anderen Kinder, wo sie nicht zu wählen verstehen. Aber als diese Zeit kam, wurden die Prüfungen und Versuchungen zum Sieg, zu Butter und Honig für ihn. Jes. 7, 15-16.
Es heißt: „Das, was das Gesetz nicht fertigbrachte, auf Grund des Fleisches, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte und die Sünde im Fleisch verdammte, auf dass die Forderung des Gesetzes in uns erfüllt würde, die wir nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.“ Röm. 8, 3-4. Hier sehen wir deutlich, dass das in Jesus getane Werk geschah, damit die Forderung des Gesetzes in uns erfüllt würde. Es ist deutlich zu sehen, weiche Möglichkeiten wir bekommen durch die Erkenntnis über Jesus Christus in den Tagen seines Fleisches. Als Paulus diese Erkenntnis bekam, war alles andere, womit er sich beschäftigt hatte, nur noch Kot. Phil. 3, 8. Desgleichen lesen wir, dass wir durch diese Erkenntnis die teuersten und allergrößten Verheißungen bekommen haben, damit wir dadurch der göttlichen Natur teilhaftig werden sollten. 2. Petr. 1, 3-4. So sehr wichtig ist es, zu bekennen, dass Jesus der Christus ist, der ins Fleisch gekommen ist; und gleich wichtig ist für den Antichristen, es weg zu erklären.
Wir lasen, dass Gott die Sünde im Fleisch verdammte. Darüber hatte also Jesus selbst kein Licht. Dieses Licht musste er vom Vater bekommen. Jesus war gehorsam, er war das Opfer und hat sich selbst durch den ewigen Geist als ein Opfer ohne Fehl dargebracht. Kap. 9, 14. Wir sehen, dass er als Menschensohn auch nicht die Kraft hatte, sich selbst zu opfern, er musste es durch den ewigen Geist tun. In dieser Schwachheit als Menschensohn lernte er, ein barmherziger Hohepriester für uns zu werden.
