Ein so großes Heil

Dieses große Geheimnis: der Leib Christi – die Gemeinde

Ein so großes Heil

Dieses große Geheimnis: der Leib Christi – die Gemeinde

Wir haben von den Leiden und von dem Tod Christi gelesen, wie Jesus im Fleisch litt und dadurch mit der Sünde fertig wurde, dass er sich durch einen ewigen Geist opferte. Dadurch wurde dieser Geist mit allen Opfern auf dem Weg durch den Vorhang - sein Fleisch - bekannt. Als das Werk auf Golgatha vollbracht wurde, war der Leib als ein Tempel wieder aufgerichtet. Nach der Auferstehung bekam er diesen Geist von seinem Vater, und er sandte ihn am Pfingsttag über die Apostel.

„Nun er durch die Rechte Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er ausgegossen, was ihr hier sehet und höret.“ Apg. 2, 33.

„Denn wir sind alle mit einem Geist getauft, dass wir ein Leib seien, ob wir Juden oder Griechen sind, Knechte oder Freie, und wir haben alle einen Geist zu trinken bekommen.“ Wir sind mit einem Geist zu einem Leib getauft. Das ist der Leib Christi. Dann muss dieser Geist dasselbe Werk, das der Vater in Jesus tat, auch in uns tun. Und Jesus sagt: „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Derselbe wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen.“ Joh. 16, 12-14.

In die ganze Wahrheit geleitet zu werden heißt, dass wir Licht bekommen über das, was getötet werden soll. Dazu gehört, dass wir die Wahrheit erkennen. Nur diejenigen, die die Wahrheit über sich selbst lieben, kann der Geist leiten. Der Geist widersteht dem Fleisch, und das Fleisch widersteht dem Geist; ich aber entscheide, wer die Macht haben soll. Darum werde ich ermahnt. Viele sagen so: „Das muss der Geist tun!“ Dann bekommt ja der Geist die Schuld, wenn es nicht getan wird. Nein, wir sollen „in dem neuen Wesen des Geistes dienen“. Die Ermahnung lautet: „Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.“ „Wenn ihr aber die Werke des Leibes durch den Geist tötet, dann werdet ihr leben.“ „Denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“

Alle diejenigen, die die Wahrheit nicht lieben, werden vom Antichristen verführt werden, dafür wird Gott sorgen. 2. Thess. 2. In Vers 13 steht geschrieben: „Wir aber müssen Gott danken allezeit eurethalben, vom Herrn geliebte Brüder, dass euch Gott erwählt hat von Anfang zur Seligkeit, in der Heiligung durch den Geist und im Glauben an die Wahrheit, wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, auf dass ihr gewinnet die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus. So steht nun fest, liebe Brüder, und haltet an der Lehre, in der ihr durch uns unterwiesen seid, es sei durch Wort oder Brief!“

Wir sehen, dass es der Geist ist, der uns in die Wahrheit leitet. Er arbeitet mit uns. Wenn wir nicht die Wahrheit lieben, kann er uns nicht zur Heiligung führen. Wir sollen die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus gewinnen. Wir gewinnen sie, indem wir gehorsam sind der Lehre. Dann gehen wir den Weg, den er uns eingeweiht hat, und wir bekommen an seinem Leben Teil. Dann sind wir aber auch sein Leib, und Jesus ist das Haupt des Leibes. Obwohl wir so viele und so verschieden sind - Juden und Heiden - sind wir mit einem Geist zu einem Leib getauft. Es ist derselbe Geist, in dem Jesus sich opferte, und von dem wir jetzt geleitet werden. „Welche aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lüsten und Begierden.“ Gal. 5, 24. Nur wenn wir das getan haben, können wir vom Geist getrieben werden.

„Indem er in seinem Fleische hat abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, auf dass er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schüfe und Frieden machte und beide versöhnte mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz, an dem er die Feindschaft getötet hat.“ Eph. 2, 15-16.

Wir sehen hier, dass die beiden: Juden und Heiden, durch das Kreuz zu einem neuen Menschen gemacht wurden. Das ist die Gemeinde - der Leib Christi. Eph. 3, 4-6. Welch ein Geheimnis! Wo findest du das? Du wirst es unter den vielen religiösen Organisationen mit ihren verschiedenen Namen nie finden! Sie sind ein Gegensatz zu der Gemeinde, welche ist der Leib Christi. Allein der Umstand, dass sie schöne, biblische Namen für ihre sogenannten Gemeinden suchen, ist ein kräftiges Zeugnis gegen sie. Oft kämpfen sie gegeneinander und auch untereinander, dass ihre Streitigkeiten sogar in der Tageszeitung offenbar werden, zur Schande im ganzen Lande.

Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dort bin ich mitten unter euch.“ Jesus betet zu seinem Vater: „Und ich bin nicht mehr in der Welt, aber diese sind in der Welt, ich komme zu dir, Heiliger Vater! Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir.“ Hier sehen wir, dass diejenigen, die andere Namen nehmen, keine Möglichkeit haben, eins zu werden, und sie haben keine Verheißung, dass Jesus unter ihnen sein will. Jesus betet weiter: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, du habest mich gesandt.“ Joh. 17, 11 und 20-21.

Wo willst du heutzutage eine Gemeinde finden, in der dieses Gebet Jesu in Erfüllung gegangen ist? Du wirst sie unter allen diesen religiösen Namen nicht finden. Dort leugnet man, dass Jesus im Fleisch gekommen ist, dass er, wie die Kinder, an Fleisch und Blut teil hatte und dass Gott die Sünde im Fleisch verdammte, damit die Forderung des Gesetzes in uns erfüllt würde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln. - Damit haben sie nicht Teil an dem Evangelium, das durch die Propheten verheißen wurde, „von seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, und nach dem Geist, der da heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten.“ Röm. 1, 1-4.

„Sie kennen nicht das Geheimnis, von dem Paulus schreibt - der Tod Christi, den wir allezeit in unserem Leibe tragen sollen, damit auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.“ 2. Kor. 4, 10-11. Wenn sie diesen Tod nicht kennen, wie sollten dann alle diese verschiedenen, Menschen eins werden können wie der Vater und der Sohn? Es ist ganz unmöglich, und das wird auch immer wieder unter ihnen offenbar.

Aber dort, wo das Evangelium von Jesus verkündigt wird, welcher aus dem Geschlecht Davids gekommen ist, dort bekommen sie auch Teil an der Rechtfertigung, die nicht unter dem Gesetz möglich war. Dort werden sie auch von dem Haupt, Christus, zusammengefügt. „Von welchem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hanget durch alle Gelenke, dadurch ein jegliches Glied dem andern kräftig Handreichung tut nach seinem Maße und macht, dass der Leib wächst und sich selbst auferbaut in der Liebe.“ Ein herrliches Geheimnis, das uns durch die Schrift geoffenbart ist. Wir müssen in Wahrheit sagen: „Ein so großes Heil.“