Verborgene Schätze

„Wo ist euer Glaube?“

Juni/Juli 2026

„Wo ist euer Glaube?“

Lukas 8,24–25: „Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es ward eine Stille. Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube?“

Wo ist euer Glaube? Das war Jesu unmittelbare und direkte erste Frage, als er mit seinen Jüngern in einen Sturm geraten war und sie unruhig wurden. Diese Frage kann auch mir gestellt werden, wenn ich mich in verschiedenen Situationen und Prüfungen befinde: Wo ist mein Glaube? Habe ich dann einen felsenfesten Glauben an Gottes Führung und seinen Weg in allem? Glaube ich, dass alle Dinge mir zum Besten dienen können? Glaube ich, dass Gottes Wort in mir wirksam werden kann?

Als Jesus mit den Emmausjüngern unterwegs war, nannte er sie „ihr Toren“, und sprach von ihrer Trägheit und ihrem Unglauben im Blick auf das, was geschehen war. Lukas 24,25–26: „Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?“ Und er begann bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm geschrieben stand.

Jesus öffnete ihnen den Blick dafür, dass Leiden dazu dienen, uns zu seiner Herrlichkeit zu führen. Er knüpfte ihre Gedanken an Gottes Wort und Gottes Plan. Gottes Plan für mein Leben ist, dass ich durch Leiden zur Herrlichkeit gelange, dass Gottes Wort in mir wirksam wird und dass ich durch den Gehorsam des Glaubens Anteil am Leben Jesu bekomme. Durch Glauben und viele Trübsale gehen wir in das Reich Gottes ein.

Wenn ich in Trübsal gerate, kann leicht Trägheit in mir entstehen. Dann tauchen schnell menschliche Gedanken und Fragen nach dem Warum auf. So lasse ich die Zeit und die Gelegenheiten verstreichen. Wo ist dann mein Glaube? Es ist nötig, dass meine Gedanken und mein Sinn erleuchtet werden. Diese Trägheit kann ich bekämpfen, indem ich meine Gedanken im Glauben direkt an Gottes Wort binde.

Hebräer 4,2–3: „Denn es ist auch uns verkündigt wie jenen. Aber das Wort, das sie hörten, half jenen nichts, weil sie nicht im Glauben vereint waren mit denen, die es hörten. Denn wir, die wir glauben, gehen ein in die Ruhe.“

Ich bin dazu berufen, zu seiner Herrlichkeit und Ruhe einzugehen. Damit ich in die Ruhe eingehen kann, muss ich durch den Glauben mit Gottes Wort verschmelzen. Dann kann ich zu seiner Ruhe und seine Herrlichkeit eingehen. Durch den Glauben an Gottes Wort und seine Kraft kann das Wort in mir wirksam werden. Durch den Glauben kann ich beispielsweise mit diesen Worten eins werden: „Sorgt euch nicht um das Leben“, und „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Dann geht es darum, nicht träge zu sein und nicht Zeit und Möglichkeiten im Unglauben verstreichen zu lassen, sondern einen lebendigen Glauben an Gottes Wort und seine Kraft zu haben. Auf diese Weise kann ich durch den Gehorsam des Glaubens Anteil an Jesu Leben und seiner Herrlichkeit bekommen. So gehe ich zur Ruhe ein.