Das zweite „Ja!“
In Jesaja 50,4 lesen wir vom Jüngerohr: „Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.“ Es ist herrlich zu spüren, dass Gott zu mir redet und dass ich Gemeinschaft mit Jesus habe. Ich sitze vielleicht in der Versammlung und bekomme Offenbarungen. Ein Bibelvers, den ich schon oft gehört habe, bekommt plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Ich spüre deutlich: Ich bin auserwählt und geliebt von Gott.
Nun ist es sehr wichtig, dass ich mich nicht von dieser Freude und den guten Gefühlen blenden lasse. Nein – jetzt soll der Heilige Geist in mir wirken können, sodass ich meine Sünde erkennen und mit Freude den Kampf aufnehmen kann. Weiter steht in Vers 5: „Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück.“ Vers 6: „Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.“ Jetzt stehe ich mitten im Kampf. Jetzt kann ich beweisen, dass ich Gott wirklich liebe – indem ich nicht nur das erste „Ja“ habe, als er sich mir offenbarte, sondern auch das zweite „Ja“: mit ihm zu leiden!
Lasst uns nicht feige und leidensscheu sein, sondern voller Kampfesmut gegen die eigene Sünde kämpfen. Dann erleben wir auch, was in Vers 7 steht: „Aber Gott der HERR hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde.“