Verborgene Schätze

Eine reine und gesunde Lehre

April 2026

Eine reine und gesunde Lehre

Eine der wichtigsten Bedingungen für eine gesunde Quelle ist, dass sie rein ist. Unreinheiten machen die Quelle ungesund und schaden dem, der daraus trinkt.

Paulus schreibt an mehreren Stellen über die gesunde Lehre, zum Beispiel in Titus 2,1: „Du aber rede, wie sich’s ziemt nach der heilsamen Lehre.“ Es ist eine überaus große Gnade, dass wir in der Gemeinde eine solche Unterweisung bekommen, die sauber und gesund ist. Das hilft uns, wahrhaft von aller Sünde gereinigt zu werden. Dadurch haben wir alle die gleichen Möglichkeiten, Anteil am göttlichen Leben zu bekommen. Es wird sehr ungesund, wenn wir nach unserem eigenen Gutdünken beurteilen und einordnen, wer innerhalb und wer außerhalb der Gemeinde Gottes steht. „Und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.“ (Eph. 2,16)

Die gesunde Lehre gibt allen sogenannten Extremtypen des Menschen die gleichen Möglichkeiten. Sowohl Juden als auch Nichtjuden, die von der Kultur her unterschiedlicher nicht sein könnten, können jetzt im Leib Christi versöhnt werden. Wie soll das gehen? Gesunde und reine Gedanken helfen beiden, ihre eigene Erbärmlichkeit und sündige Natur zu erkennen, und die Lösung dafür finden sie im Wort vom Kreuz. Wie gesund und rein wird es doch, wenn ich auf mich selbst und die Lehre achthabe! Wie ungesund wird es, wenn ich mit dem Finger auf andere zeige! Das führt nie zur Versöhnung.

Viele, besonders auch junge Menschen, haben mit ungesunden Gedanken zu kämpfen. Das können unreine, sündige Gedanken sein, aber auch unsichere und anklagende Gedanken über sich selbst. Entweder überschätzt man sich selbst oder man unterschätzt seinen eigenen Wert. All das kommt von Stolz und Hochmut, was nicht zu dem passt, was die gesunde Lehre uns sagt.

„Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge. Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so reden wir freimütig zu Gott, und was wir bitten, empfangen wir von ihm, denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist.“ (1. Joh. 3,19–22)

Das Bewusstsein, dass ich eine sündige Natur habe, hilft mir, gering von mir zu denken. Doch von Gottes Allmacht und von dem, was er in mir tun wird, kann ich trotzdem sehr viel halten. So kann ich mein Herz vor Gott zur Ruhe bringen – mit gesunden, dankbaren und guten Gedanken. Ich soll mich voll und ganz darauf konzentrieren, Gottes Gebote zu befolgen, die über mich und an mich geschrieben wurden.