Der Schlüssel zum Himmel auf Erden
Jesu Gebet zu Gott in den Prüfungen seines Lebens war ziemlich einfach: „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.“ (Mt. 6,10) Er lehrte seine Jünger, dass das Himmelreich nur in das Herz eines Menschen kommt, der den Willen Gottes tut – nicht seinen eigenen (Mt. 7,21; Luk. 17,21). „Dein Wille geschehe! Nicht wie ich will, sondern wie du willst!“ – das war kein einmaliges Gebet hin und wieder, sondern Jesu tägliches Gebet in allen Lebensumständen (Mt. 26,39). „Dein Wille geschehe!“ Das ist der Schlüssel zu einem Himmelreich, in dem Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist herrschen (Röm. 14,17).
Dieses Reich hängt nicht von einem bestimmten Ort oder von bestimmten Umständen ab. Wir können nicht sagen, es sei hier oder dort, denn das Himmelreich ist in uns, solange wir im Willen Gottes bleiben (Lk. 17,21). Wir können zwar versuchen, uns selbst ein Reich aufzubauen, indem wir unseren eigenen Willen durchsetzen und an unseren Rechten und starken Meinungen festhalten. Doch auf diese Weise erleben wir niemals, dass das Himmelreich in unser Herz kommt mit seinem Frieden, seiner Ruhe und Freude. Mitten in unserem selbst geschaffenen „Paradies“ können wir voller Unruhe und ohne Freude in unserem Geist sein, besonders wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir es gerne hätten, und unsere eigenen Wünsche und Erwartungen nicht erfüllt werden. Und so werden wir immer enttäuscht!
Jesus sagte zu Petrus: „Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest. Wenn du aber alt bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und führen, wo du nicht hinwillst.“ (Joh. 21,18–19) Als Petrus dies später erlebte, erschütterte es gewiss etwas in seinem Inneren; doch verstand er es, Gott die Führung zu überlassen und erhielt einen reichen Eingang in ein ewiges Reich, das nicht erschüttert werden kann (2. Petr. 1,11; Hebr. 12,27–28). Dieses Reich hatte er in sich, egal wohin er geführt wurde!
„Dein Wille geschehe!“ und „Nicht wie ich will, sondern nur wie du willst!“ Diese Gebete führen uns dazu, ins ewige Himmelreich einzugehen! Wir tun, was recht ist in Gottes Augen – seine Gerechtigkeit – und empfangen wahren Frieden und Freude in unseren Herzen, unabhängig von unseren Umständen. Und wenn jetzt, in der Endzeit, alles um uns herum zusammenbricht, erschüttert uns das nicht, sondern wir können Gott dafür danken, dass noch mehr von seinem unerschütterlichen, ewigen, himmlischen Reich in uns Einzug hält!