Verborgene Schätze

Lasst uns das Gute tun

April 2026

Lasst uns das Gute tun

„Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.“ (Gal. 6,9)

Sollten wir nicht das Gute tun? Wir, die wir vom Fluch des Gesetzes erkauft wurden. Wir, denen alle Sünden vergeben wurden. Wir, die wir von Gottes Liebe überflutet wurden und durch sein Wort und seinen Geist all die Hilfe und Kraft erhalten haben, die wir brauchen. Wir, die wir in den Ölbaum eingepfropft wurden und Glieder am Leib Christi geworden sind. Wahrscheinlich sind es genau diese, von denen Paulus spricht, wenn er „wir“ schreibt. Wer sonst kann wirklich das Gute tun? Wenn das in mir nicht wirklich wahr ist, wird mein Handeln nur vermeintlich gut sein – mit einem deutlichen Beigeschmack meines starken Ichs.

Wer oder was bin ich denn schon, dass ich etwas wirklich Gutes tun könnte? Nur das, was Gott durch den wirken kann, der arm im Geist ist, ist in Wahrheit gut. Wenn diese Menschen das Gute tun, dann deshalb, weil die Liebe zu Christus sie dazu treibt. Sie sind frei von eigener Ehre und haben in ihrem Handeln keine verborgenen oder eigennützigen Absichten. Alles geschieht für und durch Jesus.

Einer solchen Güte zu begegnen, hinterlässt einen unauslöschlichen Eindruck und hat eine enorme Anziehungskraft. Sie treibt zur Bekehrung. Durch solche Güte wird man mit göttlichen Banden zum Himmel gezogen, und das Ausmaß all des Guten, das solche Menschen tun, ist kaum zu begreifen.

Wir müssen Gott dafür danken, dass er uns die Gnade geschenkt hat, solch wahre und echte Güte zu erfahren und selbst daran zu arbeiten und uns darin weiterzuentwickeln, Gutes zu tun, ohne müde zu werden. „Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“ (Gal. 6,10)